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In der syrischen Provinz Aleppo ist nach unbestätigten Angaben ein deutscher Terrorist getötet worden.

"Abu Mohammed al-Almani"

Deutscher Islamist in Syrien getötet

Aleppo - In der syrischen Provinz Aleppo ist nach unbestätigten Angaben ein deutscher Terrorist getötet worden. Unter dem Namen Abu Mohammed al-Almani hatte er sich der Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien angeschlossen.

Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter teilte am Dienstag mit, der Deutsche sei Kommandeur einer kleinen Brigade in der Ortschaft Minbidsch gewesen. Einige Revolutionsaktivisten dementierten jedoch am Dienstag die Todesnachricht.

Nach Angaben des Bundesamts für Verfassungsschutz ist die Zahl Islamisten, die von Deutschland nach Syrien ausgereist sind, zuletzt deutlich gestiegen. Ende Januar hieß es, es gebe Erkenntnisse zu mehr als 270 Ausgereisten.

Im aktuellen Fall meldete der Menschenrechtsbeobachter, Unbekannte hätten an einer ISIS-Straßensperre in Minbidsch in der Nacht zum Montag eine Handgranate auf eine Gruppe von Terroristen geworfen. Neben dem Deutschen seien bei der Attacke weitere Angehörige der Gruppe ums Leben gekommen, deren genaue Zahl und Nationalität aber nicht bekannt sei. In der Ortschaft nahe der türkischen Grenze soll der Deutsche in dem „Islamischen Emirat“, das ISIS in Minbidsch gegründet hatte, für die Stromversorgung zuständig gewesen sein.

Auf einer Seite von Revolutionsaktivisten aus Minbidsch im sozialen Netzwerk Facebook wurde dagegen behauptet, der ISIS-Terrorist sei bei dem Angriff nicht ums Leben gekommen. Er sei später beim Gebet in einer Moschee in der Stadt gesichtet worden. Die Aktivisten berichteten zudem, ISIS-Terroristen hätten in Minbidsch am Dienstag das Haus eines bekannten Aktivisten durchsucht, der sich in dem Ort bei Hilfsaktionen für die notleidende Bevölkerung engagiert habe. Die Terroristen hätten ihn nicht angetroffen, sondern nur seinen Bruder. Dieser sei entführt worden.

Nach Einschätzung von Oppositionellen schließen sich die meisten ausländischen „Dschihadisten“, die nach Syrien kommen, den ISIS-Brigaden an. Die meisten von ihnen stammen aus arabischen Ländern wie Saudi-Arabien, Libyen, Ägypten und Tunesien. Eine geringere Anzahl wird von radikalen Predigern in Europa rekrutiert.

Seit einigen Wochen kämpfen in Syrien verschiedene Rebellenbrigaden gegen die ISIS-Terroristen. Zu den Rebellen, die ISIS den Krieg erklärt haben, gehören auch verschiedene Brigaden mit islamistischer Ideologie.

dpa

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