Lebenslänglich für Mord

Deutscher muss in Israel hinter Gitter

Tel Aviv - Ein Deutscher ist in Israel für einen Mord an einer Blumenhändlerin zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Auch in Deutschland ist der Mann kein Unbekannter.

Ein Deutscher ist wegen Mordes an einer Blumenhändlerin in Tel Aviv zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Bezirksgericht in Tel Aviv verhängte zudem eine Entschädigungszahlung von 1.032.000 Schekel (gut 200.000 Euro) zugunsten der Familie des Opfers, wie eine Sprecherin am Sonntag mitteilte. Der Mann habe gestanden, dass er die Blumenhändlerin im Oktober 2011 brutal ermordet und dann ihre Wohnung in Brand gesteckt habe.

Der auch in Deutschland vorbestrafte Mann war zwei Jahre vor der Tat als Tourist nach Israel eingereist und hatte nach Ablauf seiner Aufenthaltsgenehmigung Gelegenheitsjobs angenommen - auch bei der Blumenhändlerin. Um eine Reise in die USA zu finanzieren, habe er die 62-Jährige bei einem Besuch in ihrer Wohnung bestohlen. Als sie ihn dabei überraschte, verletzte der Mann die Mutter dreier Kinder und mehrfache Großmutter lebensgefährlich mit einem Messer und legte einen Brand in der Wohnung, um die Tat zu vertuschen.

Israelische Medien berichteten, es handele sich bei dem Mörder um einen ehemaligen Neo-Nazi. Auf seinem Körper trage er zwei große Tätowierungen - ein Hakenkreuz und ein SS-Symbol.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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