50 Grad im Schatten

Deutscher Wanderer stirbt durch extreme Hitze in den USA

Tucson - Eine Gruppe Deutscher ist in den USA auf einer Wanderung von extremer Hitze überrascht worden. Einer von ihnen brach auf, um Hilfe zu holen - doch die kam zu spät.

Bei einer Wanderung in brütender Hitze ist ein Deutscher im US-Bundesstaat Arizona ums Leben gekommen. Ein weiterer werde vermisst, teilte das Sheriffs-Amt des Landkreises Pima in der Nähe der Stadt Tucson am Montag (Ortszeit) mit. In der Region hatte eine Hitzewelle die Temperaturen auf knapp 50 Grad klettern lassen.

Den Angaben zufolge war die Kleingruppe aus drei deutschen Wanderern am Sonntagmorgen zu einer Tour auf dem Ventana-Pfad aufgebrochen, der durch wüstenartiges bergiges Gelände führt. Nachdem die Gruppe von der brütenden Hitze überrascht worden war, habe einer der Männer den Abstieg geschafft, um Hilfe zu holen.

Die Helfer hätten dann aber den 57-jährigen Stefan G. nur noch tot bergen können. Der dritte Wanderer, der 33 Jahre alte Marcus T., sei zunächst nicht auffindbar gewesen. Nach ihm werde gesucht.

Nach weiteren Behördenangaben aus Arizona starb in der Nähe von Phoenix zudem eine 28-jährige Mountain-Bikerin. Die erfahrene Sportlerin sei mit ausreichend Flüssigkeit zu einer Tour aufgebrochen, sei dann aber von der Hitze überwältigt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher in Phoenix. In der Nähe von Tucson starb zudem eine 54-Jährige bei einer Wanderung, wie die Behörden mitteilten.

Die Temperaturen in Arizona waren am Sonntag auf 49 Grad im Schatten gestiegen. Sie lagen damit nur noch knapp unter dem Hitzerekord von 50 Grad, der im Jahr 1990 registriert worden war.

Im vergangenen Jahr war es in den USA zu einem weiteren tragischen Fall gekommen, als bei extremer Hitze ein Elternpaar in der Wüste sein Leben gab, um den Sohn zu retten.

afp

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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