1. Startseite
  2. Welt

Sondersendung „Deutschland trocknet aus“ - RTL verschiebt wegen Hitze sein Programm

Erstellt:

Von: Christoph Gschoßmann

Kommentare

Trockenheit im Rhein
Der niedrige Wasserstand des Rheins lässt sonst überspülte Bereiche des Rheinufers bei Bonn-Beul auftauchen. © Henning Kaiser/dpa

Vor der Hitze in Deutschland gibt es in diesem Sommer kein Entrinnen. Auch nicht im Fernsehen: RTL zeigt eine Sondersendung und verschiebt sein Programm.

Köln / München - Deutschland ächzt unter dem Hitze-Sommer. Es vergeht kaum ein Tag, an dem der Deutsche Wetter-Dienst keine Warnungen wegen Extrem-Temperaturen herausgibt. Am Montag (15. August) beispielsweise warnte der DWD fast ganz Ostdeutschland vor Hitze. Reihenweise fallen Hitze-Rekorde in ganz Europa, das Thermometer klettert teilweise über 40 Grad, in südlicheren Ländern Europas gar über 50. Wälder brennen, Flüsse trocknen aus.

RTL: Folgesendungen verschieben sich - Sender plant Dürre-Spezial

Auch im TV sorgt die Hitze für Änderungen. RTL ändert am Dienstagabend seinen Sendeplan. Der Sender zeigt außerplanmäßig um 20:15 Uhr ein „RTL aktuell Spezial: Deutschland trocknet aus“. Darum wird es darum gehen, dass nicht nur die aktuelle Hitzewelle, sondern eine seit länger anhaltende Trockenheit Deutschland zusletzt. Pinar Atalay soll durch die 15-minütige Sendung führen, in der die Lage und die Folgen erklärt werden.

Aus diesem Grund muss RTL die Folgeprogramme verschieben. Eine alte Folge von „Undercover Boss“ startet erst um 20:30 Uhr, „RTL direkt“ um 22:30 Uhr. Die Nachrichtensendung wird um fünf Minuten verkürzt, sodass „Spiegel TV Spezial“ dann um 22:45 Uhr beginnt, „Der unfassbar schlauste Mensch der Welt“ mit zehn Minuten Verspätung um 23:30 Uhr. Das „RTL Nachtjournal“ startet erst um 0:40 Uhr.

Deutschland ist noch etwas vom Hitze-Rekord aus 2019 entfernt

Obwohl es durch viele starke Hochdruckgebiete hierzulande mehr als 40 Grad gab, ist der Sommer vom Deutschland-Rekord ist das noch etwas entfernt: Am 25. Juli 2019 waren in NRW 41,2 Grad ermittelt worden. 40,3 Grad in Bad Mergentheim (Baden-Württemberg) war 2022 bisher der Höchstwert. Durch den menschengemachten Klimawandel sei ganz Europa von stärkeren und extremeren Hitzeperioden betroffen, sagte Karsten Haustein, Klimawissenschaftler am Institut für Meteorologie an der Universität Leipzig. Diese hängen demnach mit dem sogenannten Jetstream - also großen Windbändern in fünf bis zehn Kilometer Höhe - zusammen, dessen Zirkulation sich verändert habe.

Nach der Dürre erwartet uns diese Woche endlich Regen. Der Boden ist jedoch zu trocken, um die Wassermassen aufzunehmen. Es drohen Überschwemmungen.

Auch interessant

Kommentare