Neues Tief im Anmarsch

Wetter in Deutschland: Nach sonnigem Tag drohen Unwetter - Amtliche Warnung für Süddeutschland

  • Martina Lippl
    VonMartina Lippl
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Sehnsucht nach Sommer? Die Wetter-Prognose für das Wochenende macht keine gute Laune. Es sieht nach einem weiteren Unwetter-Wochenende aus.

Update vom 7. August, 16.17 Uhr: Bislang blieb das Wetter am Wochenende bei Temperaturen von 24 Grad im Süden und knapp über 20 im Norden in Deutschland ruhig. Doch am Samstagabend ziehen vermehrt Gewitter auf. Vor allem im Süden gelten Wetterwarnungen. So warnt der deutsche Wetterdienst (DWD) vor Starkregen in Baden-Württemberg vom Bodensee bis nach Freiburg und an die französischen Grenze. Auch im Allgäu und Oberbayern drohen Gewitter am Nachmittag und Abend.

Im Westen, Osten und Mitteldeutschland bleibt es weitgehend ruhig. In Teilen von Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein gibt es ebenfalls amtliche Wetterwarnungen vor Gewitter.

Neues Tief im Anmarsch - „Auf der Wetterkarte bricht Chaos aus“

Erstmeldung vom 5. August 2021:

München - Während im Mittelmeerraum seit Anfang August eine extreme Hitze herrscht, ist es in Deutschland vergleichsweise kühl. Die große Hitze hält sich von aus Mitteleuropa fern, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) via Twitter mit. Eine DWD-Grafik mit den aktuellen Temperaturen in Europa lässt beim Sommer 2021 kaum Fragen offen.

Wetter in Deutschland - neues Tief mit Unwetter und Starkregen im Anmarsch

Tiefs bestimmen hierzulande weiter die Wetterlage. Und das heißt weiter nichts Gutes. Gewitter und auch Unwetter mit Starkregen plus Hagel drohen. Besonders am Wochenende braut sich etwas zusammen.

„Ein Tiefdruckgebiet über Spanien wird am Freitag interessant. Denn, es zieht nach Deutschland und dann wird es richtig nass“, erklärt Meteorologin Corinna Borau vom Wetterportal wetter.com.

„Wenn wir hier auf die Wetterkarte schauen, dann bricht regelrecht Chaos aus“, sagt Wetterexpertin Borau. „Wir sehen ganz ganz viele Tiefdruckgebiete auf der Bodendruckkarte.“ Deswegen hätten wir es in Deutschland in den nächsten sieben Tagen immer wieder mit Gewittern und auch Regen zu tun.

Gewitter und Starkregen - DWD warnt vor Unwettern am Donnerstag (5. August)

Lokal kann es kräftig Regnen. Besonders im Süden, Richtung Alpen schüttet es. Dauerregen mit Mengen von 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter ist schon am Donnerstag angesagt, teilt der DWD mit. Im Tagesverlauf in einem Streifen vom Emsland über Ostwestfalen und das südliche Niedersachsen bis zum Erzgebirge und der Lausitz ziehen Gewitter auf. Da kann einiges vom Himmel kommen.

  • Wahrscheinlich mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter.
  • Unwetter durch örtlich heftigen Starkregen bis 40 Liter pro Quadratmeter binnen einer Stunde bzw. bis 60 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden nicht ausgeschlossen.
  • Mit geringer Wahrscheinlichkeit auch örtlich kleinkörniger Hagel oder Hagelansammlungen.

Unwetterlage am Wochenende bleibt - Gewitter und Starkregen drohen

In der Nacht auf Freitag klingen die Gewitter, laut DWD, rasch ab, doch dann zieht der nächste Tiefausläufer mit Regen und Gewittern vom Südwesten auf. Mit kräftigen Gewittern ist vor allem im Norden zu rechnen.

Am Wochenende - Samstag - ist es erst sommerlich warm bis 27 Grad. Aber, die Gewitter nehmen wieder an Fahrt auf. Besonders im Norden, Nordrhein-Westfalen und Bayern ist gebietsweise mit Unwettern durch mit Starkregen und Sturmböen zu rechnen. Lokal kann es auch schwere Gewitter geben. Am längsten trocken bleibt es in Ostdeutschland.

Tiefdruckwetter erwarten die Wetterexperten auch am Sonntag. Die DWD-Prognose: „Am Nachmittag und am Abend vor allem im Norden und Nordwesten sowie von den Alpen bis zum Bayerischen Wald erneut Schauer und Gewitter, teils mit Starkregen und Sturmböen.“

Wetterwende in Sicht? Hitze bis 30 Grad

Wetter in Deutschland: Die große Hitze hält sich aus Mitteleuropa fern, wie die aktuelle DWD-Grafik zeigt.

Stellt sich die Wetterlage nächste Woche um? Vom Sommer war im August 2021 keine Spur. „Nach den ersten 4 Tagen ist der August tatsächlich um 2 Grad kälter als das Klimamittel. Das war somit ein echter Kaltstart in den Hochsommermonat“, bilanziert Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst qmet.de. Stabiles Sommerwetter sei keines in Sicht. Mitte nächster Woche kommt allerdings etwas Bewegung in die Wetterlage.

„Am Rhein kann es sogar mal 30 Grad geben, aber diese Wärme hält nicht sehr lange an. Es wird danach direkt wieder wechselhafter und kühler“, so Jung. Immerhin ein kleiner Lichtblick. Seit langer Zeit macht sich mal wieder ein Hoch auf den Weg nach Deutschland. (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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