Urteil in irrem Prozess

Sexunfall auf Dienstreise: Frau will Schmerzensgeld

  • schließen

Canberra - Bei Sexspielchen auf einer Dienstreise verletzte sich eine australische Beamtin und verklagte die Versicherung des Arbeitgebers anschließend auf Schmerzensgeld.

Ein Unfall auf einer Dienstreise beschäftigt seit Jahren das höchste Gericht im australischen Canberra. Zusammen mit einem Kollegen war eine Beamtin im Jahr 2007 auf einer Dienstreise zu einer Außenstelle im Bundesstaat New South Wales. Dort sollte die Frau lediglich den Haushalt überprüfen und das Personal vor Ort schulen, heißt es in der Mitteilung des Gerichts. Den Arbeitsauftrag erweiterte die Frau allerdings noch um ein nächtliches Treffen. Am Abend landete sie mit einer flüchtigen Bekanntschaft auf dem vom Arbeitgeber gebuchten Motelzimmer. Bei dem Schäferstündchen krachte der gläserne Lampenschirm über dem Bett herunter und verletzte die Beamtin an Mund und Nase. Ob die Liebenden an die Lampe gestoßen waren oder ob sie von alleine von der Decke fiel, ist unklar.

Doch anstatt den Mantel des Schweigens über die Angelegenheit zu legen, klagte die Beamtin auf Schadenersatz. Die Versicherung des Arbeitgebers sollte für die Arztkosten aufkommen und obendrauf noch ein Schmerzensgeld für die psychischen Folgeschäden zahlen. Schließlich seien die Verletzungen während der vom Arbeitgeber beauftragten Dienstreise entstanden, so die Begründung der Klägerin. Die Regierungsbehörde für Sicherheit am Arbeitsplatz, ComCare, wies die Forderungen allerdings zurück.

Insgesamt sechs Jahre dauerte das Tauziehen vor Gericht, bevor am Dienstag nun endlich ein abschließendes Urteil verkündet wurde. Da die Verletzungen nicht im Zusammenhang mit der Ausübung ihrer eigentlichen Tätigkeit entstanden seien, wies das Gericht die Klage zurück. Ihre sexuellen Aktivitäten seien ihr Privatvergnügen gewesen, dem sie nach Dienstschluss nachgegangen sei. Anders wäre zu werten gewesen, hätte sich der Unfall beim Essen, Schlafen oder Duschen ereignet, heisst es in der Urteilsbegründung weiter. Dann wäre der Vorfall in Verbindung mit üblichen Aktivitäten während einer Dienstreise mit Übernachtung gestanden.

vh

Die irrsten wahren Geschichten der Welt

Die irrsten wahren Geschichten der Welt

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

USA: Mann erschießt drei Menschen - Fahndung läuft
Ein Mann soll in einer Firma im US-Bundesstaat Maryland drei Menschen erschossen und zwei weitere verletzt haben.
USA: Mann erschießt drei Menschen - Fahndung läuft
Dramatischer Insektenschwund in Deutschland
Kiloweise sammelten Forscher in den vergangenen 27 Jahren Insekten aus aufgestellten Fallen. Die Auswertung der Sammeldaten bestätigt: Die Insektenzahl schwindet …
Dramatischer Insektenschwund in Deutschland
Lotto am Mittwoch vom 18.10.2017: Das sind die aktuellen Lottozahlen von heute
Lotto am Mittwoch vom 18.10.2017: Hier finden Sie die aktuellen Lottozahlen vom Mittwoch. 1 Million Euro liegt heute im Jackpot.
Lotto am Mittwoch vom 18.10.2017: Das sind die aktuellen Lottozahlen von heute
Anführer der Pakistan-Taliban offenbar tot
Nach eigenen Angaben ist der Anführer der pakistanischen Taliban, Khalifa Umar Mansoor, offenbar tot. Näher Angaben machten die Gotteskrieger nicht.
Anführer der Pakistan-Taliban offenbar tot

Kommentare