Schulhund verletzt Lehrerin - Urteil gefällt

Mannheim/Freiburg - Im Rahmen einer Fortbildung sollte sich eine Lehrerin Schulhunden annähern. Eines der Tiere rannte die Frau jedoch um. Der Fall wurde vor Gericht verhandelt - die Entscheidung:

Den Umgang mit einem Schulhund sollte eine Lehrerin bei einer Fortbildung lernen - doch das Tier rannte sie schon beim Aufwärmen um und verletzte sie. Das war ein Dienstunfall, meint der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH). Er gab mit seiner am Freitag veröffentlichten Entscheidung der Lehrerin Recht (Az.: 4 S 1992/10 - Urteil vom 19. Mai 2011).

Die Lehrerin an einer Schule für geistig Behinderte wollte vor gut dreieinhalb Jahren in Freiburg an einer Fortbildung teilnehmen. Thema: “Stress bei Schulhunden erkennen und richtig damit umgehen“. Kurz davor traf man sich mit den Schulhunden auf einer Wiese, damit die sich vor dem ernsten Teil beschnuppern und austoben konnten. Ein Hund rannte der Klägerin dabei in die Kniekehlen. Sie fiel um und verrenkte sich die rechte Kniescheibe. Die Frau war knapp drei Wochen dienstunfähig.

Das Regierungspräsidium Freiburg sah darin keinen Dienstunfall, weil sich dieser nicht während, sondern vor der Fortbildung ereignet habe. Das Verwaltungsgericht wies die Klage der Lehrerin ab. Der VGH entschied jedoch: Eine Beamtin stehe unter dem besonderen Schutz der Unfallfürsorge. Wenn sie an einer dienstlichen Fortbildung teilnehme, so sei der Dienstort für diese Zeit das Gelände, auf dem die Veranstaltung stattfinde - hier auch die Wiese. Das Kennenlernen der Hunde sei Teil der Veranstaltung gewesen. Das Urteil ist rechtskräftig.

dpa

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