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"Es gibt Hinweise, dass die Mumie 2000 Jahre ist", sagte der zuständige Staatsanwalt

Wird das Rätsel bald gelöst?

Diepholzer Mumie könnte 2000 Jahre alt sein

Diepholz/Verden - Die Mumie aus dem niedersächsichen Diepholz scheint aus der Antike zu stammen. Die Behörden haben dafür erste Hinweise. Gewissheit gibt es noch nicht ganz.

Das Rätsel um eine im niedersächsischen Diepholz entdeckte Mumie scheint sich zu lösen. „Nach ersten Untersuchungen gibt es Hinweise, dass die Mumie 2000 Jahre alt ist“, sagte Staatsanwalt Lutz Gaebel am Mittwoch. Um ganz sicher zu sein, werde aber weiter untersucht. Dabei sollen auch externe Experten helfen. „Wenn die Ergebnisse dann so vorliegen, wie wir erwarten, ist es kein Fall mehr für die Justiz“, sagte Gaebel.

Der Sarkophag war Anfang August zufällig entdeckt worden. Der zehn Jahre alte Sohn von Zahnarzt Lutz Wolfgang Kettler fand ihn auf dem Dachboden im Haus der Großeltern in Diepholz. Kettlers Vater war in den 1950er Jahren in Nordafrika und hatte einige Sachen von seinen Reisen mitgebracht. Jahrzehntelang lagerten sie auf dem Dachboden. Kettler hat nach eigenen Angaben mit seinem Vater nie darüber gesprochen. Noch ist der 53-Jährige ein wenig skeptisch: „Aber wenn es sich tatsächlich bewahrheiten sollte, dass die Mumie tausende Jahre alt ist, wäre das sensationell.“

Die Staatsanwaltschaft Verden hatte die Mumie an die Gerichtsmedizin in Hamburg zur weiteren Analyse gegeben. Da die Bandagen um die Mumie nach Untersuchungen aus dem 20. Jahrhundert stammen, sollte geprüft werden, ob der Leichnam aus jüngerer Zeit stammt und der einbalsamierte Mensch möglicherweise einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Bis zur endgültigen Klärung werden noch einige Wochen vergehen. „Es wird alles mit der gebotenen Sorgfalt und Vorsicht ablaufen, deshalb dauert es auch so lange“, sagte Staatsanwalt Gaebel.

Die rätselhafte Dachboden-Mumie von Diepholz

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dpa

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