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Die Alaskan Brewing Company erzeugt mit Brauabfällen Strom.

Irre Erfindung aus Alaska

Diese Brauerei macht aus Bier Strom

Juneau/USA - Eine kleine Brauerei in Alaska braut aus Hopfen und Malz nicht nur leckeres Bier, sondern erzeugt dabei sogar noch Strom. Wie das funktioniert:

Die Alaskan Brewing Company setzt beim Bierbrauen auf umweltfreundlichen Strom - doch es ist weder Wind- noch Sonnenenergie. Die Kleinbrauerei im US-Bundesstaat Alaska hat sich eine Energiequelle ausgesucht, mit der sich die Mitarbeiter gut auskennen: Bier. Genauer gesagt Malztreber, also das, was von der Gerste übrigbleibt, nachdem sie vermalzt und mit warmem Wasser ausgespült wurde. Eigentlich wird die Treber seit Generationen und überall auf der Welt an Landwirte verkauft, die das proteinreiche Gemisch an ihre Tiere verfüttern.

Doch im Südosten Alaskas gibt es gerade mal 37 Farmen, und nur 680 im ganzen Bundesstaat. Wohin also mit der überschüssigen Malztreber, vor allem seit der Expansion der Brauerei im Jahr 1995? Zunächst wurde die Getreidemasse an Farmer in anderen Bundesstaaten verkauft, doch die Kosten waren hoch: In die Stadt Juneau, den Standort der Alaskan Brewing Company, führen keine Straßen. Alles muss per Schiff oder Flugzeug transportiert werden. Doch Treber ist sehr feucht und musste deshalb, um die Transportkosten niedrig zu halten, aufwendig getrocknet werden - ein weiterer Kostenfaktor.

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Deshalb hat die Brauerei eine Firma in North Dakota beauftragt, einen besonderen Brennofen zu konstruieren, in dem die Malztreber als Brennstoff genutzt wird. Es gibt schon einige Brauereien, die den Brauabfall mit anderen Brennstoffen mischen, doch Treber als einzige Energiequelle - das gab es bisher noch nicht. 1,8 Millionen Dollar (gut 1,3 Millionen Euro) kostete der Ofen. Mit 500 000 Dollar wurde das Projekt von der Regierung in Washington unterstützt.

Nach vier Jahren dürfte sich die Investition amortisiert haben, denn die Bauerei hofft, etwa 70 Prozent seiner bisherigen Energiekosten einsparen zu können, wenn der Ofen ab dem kommenden Monat läuft. „Bier aus Bier-Kraft“ nennt die Firma das neue System scherzhaft.

AP

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