Modekette Peek & Cloppenburg

Diese Bundeswehr-Jacke macht gerade viele Kunden wütend

Einem regelrechten Shitstorm von (ehemaligen) Bundeswehr-Soldaten und deren Angehörigen sah sich nun die Modekette Peek & Cloppenburg ausgesetzt.

Düsseldorf - Als geschmacklos gegenüber den Soldaten empfanden viele Kunden eine Jacke in Bundeswehr-Tarnmuster-Optik mit einem Regenbogen-Symbol auf dem Rücken.

Seinen Anfang nahm der Shitstorm mit einem Beitrag von Facebook-Nutzer Paddy Crowe, der am Freitagnachmittag ein Foto der Jacken an der Kleiderstange postete. Rosenheim24.de berichtet über den Vorfall. "Ist das eurer Ernst? Wie respektlos seid ihr denn eigentlich uns Soldaten gegenüber?", schrieb er dazu. Tausende kommentierten den Post und empörten sich ebenfalls, über 800-mal wurde das Foto geteilt.

Es begann ein Aufschrei auf Facebook.

So schrieb etwa Kathy P. auf der Facebook-Seite von Peek & Cloppenburg: "Respektlos gegenüber all unseren Soldaten die für uns einstehen und in Kundus etc. gefallen sind oder an PTBS (Anmerk. der Red.: Posttraumatischer Belastungsstörung) leiden! Sorry geht gar nicht und ist völlig daneben!"

Das sieht auch Kundin Yvon B. so. Die Feldbluse sei eine Uniform, die von Kameraden getragen werde, die dem Land dienen oder gar dafür fallen. Manche seien monatelang von den Familien im Auslandsdienst getrennt.

"Schämt Euch", verlangt Stefan M. von der Modekette.

Einige regten sich auch über den Preis der Jacke auf - stolze 129 Euro! Auf jedem Flohmarkt seien sie weitaus günstiger zu bekommen. Allerdings wohl ohne Regenbogen-Muster...

Offenbar gab es die Jacke zudem in einer anderen Ausführung mit der Aufschrift "Girls wanna have fun", nach dem Kultsong von Cyndi Lauper.

So reagierte Peek & Cloppenburg auf den Shitstorm

Mittlerweile hat sich Peek & Cloppenburg in die Diskussion eingebracht und angekündigt, die Jacke aus dem Sortiment zu nehmen. Das Unternehmen schrieb unter die kritischen Facebook-Beiträge folgende Erklärung:

"Die Jacken der Marke SONIUSH werden aktuell in kleiner Stückzahl in unseren Häusern in Köln, Düsseldorf und Frankfurt vertrieben. Selbstverständlich ist es nicht unsere Absicht, Soldaten mit diesen Kleidungsstücken zu beleidigen. Aufgrund des negativen Feedbacks haben wir uns aber entschlossen, die Teile der Marke nicht weiter einzukaufen."

mg

*rosenheim24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes. 

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

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