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Natalie Ackermann wurde im Jahr 2006 Miss Deutschland.

Natalie Ackermann

Diese Miss Deutschland ist ein TV-Star in Mexiko

Mexiko-Stadt - Natalie Ackermann war vor sieben Jahren "Miss Deutschland", heute macht sie mit der Sendung "Al Extremo" Karriere im mexikanischen Fernsehen und will jetzt sogar in Hollywood Fuß fassen.

Spektakuläre Unfälle, atemberaubende Rekordversuche und witzige Tiervideos - mit kurzen Clips und hübschen Moderatorinnen zieht die Fernsehsendung „Al Extremo“ jedes Wochenende Hunderttausende Mexikaner vor die Bildschirme. Für die populäre Sendung von Azteca TV steht auch eine Deutsche vor der Kamera. Natalie Ackermann (33) - Miss Deutschland von 2006 - gehört seit vergangenem Jahr zum Team.

„Eigentlich bin ich für die Rolle in einer Telenovela nach Mexiko gekommen“, erzählt die Halb-Kolumbianerin. „Um die Zeit bis Drehbeginn zu überbrücken, habe ich als Moderatorin beim Fernsehen angefangen.“ Neben „Al Extremo“ ist Ackermann auch in der Sendung „Juntas ni difuntas“ zu sehen, in der die 33-Jährige Schauspieler, Politiker und Sportler interviewt.

Zwar hatte Ackermann nach einer Lateinamerika-Tour mit „Disney on Ice“ schon Moderationserfahrung, dennoch stellte der Job bei Azteca TV sie erst einmal vor eine große Herausforderung: „Innerhalb von kürzester Zeit musste ich mir meinen kolumbianischen Costeño-Dialekt abgewöhnen und mexikanisches Spanisch lernen.“

Eigentlich wollte Ackermann Ärztin werden, doch nach der Kür der Miss Nordrhein-Westfalen zur Miss Deutschland 2006 brach sie ihr Medizinstudium in Düsseldorf ab und begann eine Karriere als Schauspielerin und Moderatorin.

„Das war im Grunde immer mein Traum“, sagt sie. „Als ich zur Miss Deutschland gewählt wurde, habe ich die Chance ergriffen.“ Sie vertrat Deutschland noch bei der Wahl zur Miss Universe in Los Angeles und 2007 bei der Wahl zur Miss Intercontinental auf den Bahamas, dann wandte sie sich der Schauspielerei zu.

Erste Erfahrungen sammelte sie mit einer Nebenrolle in der erfolgreichen kolumbianischen Telenovela „Betty, la fea“, die als „Verliebt in Berlin“ auch für das deutsche Fernsehen adaptiert wurde. In der Serie „Nuevo rico, nuevo pobre“ gab sie eine Liebhaberin, die eine Intrige spinnt. „Die Schauspielerei ist meine Leidenschaft. Ich finde es aufregend, jemanden zu spielen, der man nicht ist“, sagt Ackermann. „Vor allem die Rolle als "Böse" ist immer eine Herausforderung.“

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Ackermann wuchs in Meerbusch in Nordrhein-Westfalen als Tochter eines Deutschen und einer Kolumbianerin auf. Als Jugendliche zog sie nach Spanien, später lebte sie in Barranquilla an der kolumbianischen Karibikküste. Dort wurde sie 2000 zur Señorita Atlántico - der regionalen Schönheitskönigin - gewählt.

Heute betreibt Ackermann in Barranquilla mit ihrer Stiftung „Natalie - Niños para Niños“ ein kleines Internat für kranke Kinder. In der Hauptstadt Bogotá hat sie zudem eine Schule für rund 500 Kinder gegründet.

Ihr Aussehen und ihre Titel sind für Ackermann Fluch und Segen zugleich. Zunächst öffneten sie ihr einmal viele Türen, aber dann müsse sie umso mehr beweisen, dass sie mehr ist als nur ein hübsches Gesicht, sagt Ackermann. In Bogotá nahm sie Schauspielunterricht, schärfte ihr Profil mit kleineren Rollen und gab 2010 als Forensikerin in dem Horrorfilm „The Tenant“ schließlich ihr Hollywood-Debüt.

Künftig will sie sich verstärkt ihrer Schauspielkarriere widmen. Anfang kommenden Jahres beginnen die Dreharbeiten für einen US-Film, bei dem sie gemeinsam mit Antonio Banderas vor der Kamera stehen soll. „Da freue ich mich schon total drauf“, sagt sie. „Von Antonio Banderas kann ich bestimmt noch einiges lernen.“

dpa

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