Faul? Von wegen! Ein Artikel zur Rufrettung

Warum ständige Zuspätkommer die besseren Menschen sind

München - Menschen, die andauernd zu spät kommen, müssen mit dem Vorurteil leben, sie seien faul, respektlos und unzuverlässig. Eine Studie hat jedoch das komplette Gegenteil bewiesen.

Laut einer Umfrage der Apotheken Umschau aus dem Jahr 2011 achten rund 84 Prozent der Deutschen auf Pünktlichkeit und erwarten dies auch von ihren Mitmenschen. Allerdings brachte die Befragung auch hervor, dass drei Viertel eine leichte Verspätung bei Terminen oder Verabredungen in Kauf nehmen, 73,5 Prozent können sogar mit einer Verspätung von bis zu 15 Minuten leben.

Es ist schon ein wenig überraschend, dass die meisten Menschen gar keine Pünktlichkeitsfanatiker sind, wie von vielen angenommen wird. Dennoch werden diejenigen, die ständig zu spät kommen, speziell in der Bundesrepublik als faul, respektlos und unzuverlässig abgestempelt. Dabei bringen die Betroffenen ganz andere Eigenschaften mit, wie eine weitere Studie bestätigt.

Zuspätkommer sind multitaskingfähig

Laut eines Berichts des Online-Portals businessinsider.de deutet das häufige Zuspätkommen darauf hin, dass die Menschen oft mehrere Dinge gleichzeitig erledigen und dabei schnell das Zeitgefühl verlieren. Das sogenannte "Multitasking" ist aber äußerst positiv, denn vor allem erfolgreiche Menschen gehen oft mehreren Tätigkeiten gleichzeitig nach.

Optimismus ist ein weiterer positiver Aspekt von "Zuspätkommern". Denn diejenigen, bei denen dies zutrifft, versuchen mehrere Aktivitäten in einem bestimmten Zeitraum zu erledigen, und dies ist ein Kennzeichen für eine erfolgreiche berufliche Karriere, wie aus der Metropolitan Life Case Study hervorgeht. Darüber hinaus sind Optimisten wesentlich entspannter und leben gesünder.

Von wegen faul, respektlos und unzuverlässig

Sollten also auch Sie regelmäßig zu spät kommen, zählen Sie zu dem Typ Mensch, der ausgeglichen, kreativ und emotional ist - von wegen faul, respektlos und unzuverlässig! Für die Betroffenen geht einfach alles ein wenig ruhiger zu, sie haben ein ganz anderes Zeitgefühl. Dann können sich 15 Minuten schon mal so anfühlen wie fünf Minuten.

Nun ja, Sie sollten die Geduld ihrer Mitmenschen jedoch nicht überstrapazieren. Denn sollten diese dann ihretwegen anfangen zu fluchen, haben Sie es womöglich mit einer intelligenten Person zu tun. Zu dieser Erkenntnis kamen US-Forscher laut businessinsider.de. Demnach sei ein "reiches Vokabular an Schimpfwörtern ein Zeichen für gesunde verbale Fähigkeiten".

Darüber hinaus sei wissenschaftlich bewiesen, dass auch Menschen, die nachts länger wach bleiben sowie diejenigen, die zu Unordnung im Haushalt neigen, die intelligenteren Menschen sind.

sk

Rubriklistenbild: © dpa

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