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Italienische Polizeieinheiten haben am Freitagmorgen die gesuchte 32-jährige Eissalonbesitzerin im Ortszentrum von Udine (Italien) verhaftet. Sie gibt zu: Ich habe meine Ex-Männer einbetoniert.

Diese Frau gibt zu: Ich habe meine Ex-Männer einbetoniert

Wien - Leichenteile ihrer Ex-Männer lagen im Keller unter dem Eissalon - fein säuberlich in Beton eingegossen. Die Betreiberin der Eisdiele in Wien, eine Spanierin, wurde in Italien festgenommen.

Den Mord an ihrem deutschen Ex-Mann hat die Besitzerin einer Wiener Eisdiele gestanden. Die gebürtige Spanierin (32) habe am Freitag zudem erklärt, auch ihren österreichischen Ex-Freund erschossen zu haben, sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger der Nachrichtenagentur dpa in Wien. Die 32-Jährige war per internationalem Haftbefehl gesucht worden, nachdem man Leichenteile in zwei betongefüllten Wannen im Keller unter dem Eissalon gefunden hatte. Am Freitag wurde sie im italienischen Udine aufgegriffen. Die Geständnisse legte sie vor Polizisten in Italien ab.

Der frühere Ehemann habe vor seiner Beziehung zu der Spanierin in Berlin gelebt, sagte der Polizeisprecher. Sein Geburtsort sei jedoch unklar. Er war nie als vermisst gemeldet worden, nachdem seine Frau im Jahr 2008 angegeben hatte, ihr Mann sei von einem Tag auf den anderen mit einer Sekte verschwunden.

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Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA erklärte die mutmaßliche Täterin der italienischen Polizei, ihren Ex-Mann im Jahr 2008 und ihren österreichischen Freund im Jahr 2010 ermordet zu haben. Die 32-Jährige, die im zweiten Monat schwanger sein soll, ist demnach in ein Frauengefängnis in Udine eingewiesen worden.

Die Spanierin betrieb in Wien eine Eisdiele. In deren Keller fanden Arbeiter am Montag Leichenteile, die in Wannen einbetoniert waren. Ein Opfer konnte bereits als der österreichische Ex-Freund der Frau identifiziert werden, der seit November als vermisst galt. Nach Angaben der Polizei deutet vieles darauf hin, dass ein im gleichen Keller gefundener bereits stark verwester Kopf ihrem Ex-Mann zuzuordnen sei.

Die Frau war unmittelbar nach der Entdeckung der Leichenteile als Verdächtige gesucht worden. Sie hatte nach Medienberichten daraufhin ihre Konten geleert und ein Flugticket in ihre Heimatstadt Barcelona gelöst. Tatsächlich aber war sie mit dem Taxi bis in den Raum Udine gereist, wo sie eine Nacht in einem Hotel verbrachte.

Danach fuhr sie weiter nach Udine. Dort kam sie mit einem Straßenkünstler in Kontakt, der ihr eine Unterkunft anbot. Als sie ihm gegenüber Selbstmordgedanken äußerte, wandte er sich an die Polizei. Bei ihrer Festnahme leistete sie keinen Widerstand, hieß es.

dpa

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