Corona-Test, Infektpatienten, Herbst- und Wintermonate
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In den Herbst- und Wintermonaten ist es für Ärzte schwierig zu entscheiden, ob sie einen Corona-Test durchführen müssen.

Teststrategien

Diese Stadt in NRW hat mehr Corona-Neuinfektionen als andere - aus gutem Grund

Hamm in NRW hat im September als Corona-Hotspot Schlagzeilen gemacht. Wochenlang waren die Zahlen hier bundesweit am höchsten. Auch jetzt gibt es Unterschiede zu Nachbarstädten und Kreisen - aus gutem Grund.

Hamm - Die Teststrategie in Hamm unterscheidet sich wesentlich von der etwa in Dortmund oder im Kreis Unna. Und hier sehen die Verantwortlichen den Hauptgrund dafür, dass die Zahlen in der Stadt zurzeit deutlich über denen der Nachbarn liegen. Denn Hamm, das im September als Corona-Hotspot wochenlang den Spitzenplatz der deutschen Städte innehatte, testet in einem Segment, das als Hauptursache für hohe Fallzahlen gilt. Personen, die mit einem Infizierten in einem Haushalt wohnen, werden vom Hammer Gesundheitsamt getestet - in Dortmund und im Kreis Unna hingegen nicht, berichtet wa.de*.

Tatsächlich besteht seit Ende Oktober nach Empfehlung des RKI die Möglichkeit, Personen der Kategorie 1, die im gleichen Haushalt wohnen, nicht mehr zu testen, sondern „nur“ in Quarantäne zu schicken, wenn sie keine Symptome haben. Die Auffassungen darüber, ob ein solcher Test nötig ist, gehen weit auseinander. In Hamm ist man der Meinung, dass sich Infektionsketten so schneller unterbrechen lassen. Dass Hamm deshalb statistisch schlechter dasteht, ist dann wohl der „Fluch der guten Tat“. *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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