Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft

Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft
+
Viele Meerestiere, wie dieser Rochen, sollen künftig noch besser geschützt werden.

Beschluss auf UN-Konferenz

Diese Tiere sollen noch mehr geschützt werden

Quito  - 31 wandernde Tierarten sollen nach einem Beschluss der UN-Konferenz besser geschützt werden, nur der Löwe ging zunächst leer aus. Die Haie gelten als die großen "Gewinner".

Eine UN-Konferenz in Ecuadors Hauptstadt Quito hat den internationalen Schutz für wandernde Tierarten stark erweitert. Insgesamt 31 Arten wurden am Sonntag zum Abschluss der Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) in die Schutzlisten der 120 Mitgliedsländer aufgenommen. Bei der CMS-Konferenz 2011 in Norwegen waren es nur acht Tierarten.

Fangverbot für Mantas und Teufelsrochen

Die 21 aufgelisteten Hai-, Rochen- und Sägefischarten stellen nicht nur in ihrer Anzahl die wichtigste Untergruppe dar. Konferenzteilnehmer unterstrichen die Bedeutung, den zum Teil kommerziell gefangenen Arten bessere Überlebenschancen zu gewähren. Für Mantas und Teufelsrochen wird ein absolutes Fangverbot erlassen. Obwohl die großen Fischereiländer Russland, China und Japan nicht Teil der CMS sind, sei der internationale Druck zur Erhaltung dieser Arten eindeutig gestärkt worden.

Besserer Schutz auch für Eisbären

Auch der Eisbär soll nicht mehr wie bisher nur von den Arktis-Anrainerstaaten in Schutz genommen werden. Das schmelzende Eis der Arktis hat den Lebensraum des Eisbären stark verringert und zudem auch den Zugang von Touristenschiffen und Erdölbohrungen erleichtert, die eine zusätzliche Gefährdung für den „König der Arktis“ darstellen. Die Konferenz beschloss, in internationaler Kooperation diese Aktivitäten zu regeln.

Antrag zum Schutz des Löwen zurückgenommen

Weitere Nutznießer der Konferenz waren der Schnabelwal, bestimmte Zugvögel und zentralasiatische Steppentiere. Allein der Antrag zum Schutz des Löwen wurde zurückgenommen, weil kein Konsens unter den afrikanischen Staaten erreicht werden konnte.

Anträge zur Erhöhung des Etats von 8 Millionen Euro der CMS für die drei Jahre von einer Konferenz zur nächsten wurden abgewiesen. Mehrere Staaten, unter ihnen einige von der Finanzkrise betroffenen EU-Mitglieder, beanstandeten, sie könnten nicht ihre internationalen Beiträge erhöhen, wenn sie ihren eigenen Haushalt stark kürzen müssten.

In diesem Rahmen wurde auch der Antrag des CMS-Sekretariats abgewiesen, Verfahren zur Ahndung bei Nichteinhaltung der Schutzmaßnahmen auszuarbeiten. Dem Antrag hatte sich die Europäische Union wegen der unzulänglichen Haushaltslage entgegengestellt. Als Kompromiss soll sich der ständige CMS-Ausschuss mit der Frage befassen und seine Folgerungen auf der nächsten Konferenz 2017 vorstellen.

Die Konvention ist somit für die Erfüllung der erweiterten Aufgaben auf freiwillige Beiträge der Mitgliedsstaaten angewiesen. Deutschland erwägt zum Beispiel, die Finanzierung der ersten drei Jahre eines neuen Programms zu übernehmen, dass eine nachhaltige Einrichtung erneuerbarer Energien vorsieht. Windparks sollen zum Beispiel nicht auf den afrikanischen Routen der Zugvögel installiert werden, um massive Kollisionen zu vermeiden.

Nach dem ersten südamerikanischen Treffen in Quito wird 2017 die Konvention erstmals in einem ozeanischen Staat tagen. Die nächste Vertragsstaatenkonferenz soll 2017 auf den Philippinen stattfinden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Irre! Frau entdeckt, die wirklich 1:1 aussieht wie US-Präsident Donald Trump
Die spanische Journalistin Paula Vazquez hat eine Landwirtin entdeckt, die dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump (71) unfassbar ähnlich sieht. 
Irre! Frau entdeckt, die wirklich 1:1 aussieht wie US-Präsident Donald Trump
Blumen und Glockenschläge: Gedenken an Schul-Amoklauf
Der 26. April 2002 bleibt im Gedächtnis: 16 Jahre liegt das Schulmassaker am Gutenberg-Gymnasium zurück. Im Gedenken an das eigene Leid vergessen die Erfurter andere …
Blumen und Glockenschläge: Gedenken an Schul-Amoklauf
Frau mit 9 Kilo Schokolade unter dem Rock erwischt
Das geht wohl selbst Naschkatzen zu weit! Eine 35-Jährige in Braunschweig wollte Schokolade in großen Mengen aus einem Supermarkt in Braunschweig klauen. Aber das war …
Frau mit 9 Kilo Schokolade unter dem Rock erwischt
Weiteres Opfer der Amokfahrt von Münster gestorben
Vor knapp drei Wochen stieg der 48-jährige Jens R. in seinen Campingbus und raste mitten in Münster in eine Menschenmenge. Lange hatte eines der Opfer um sein Leben …
Weiteres Opfer der Amokfahrt von Münster gestorben

Kommentare