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Mit diesem Foto sucht die Polizei nach Hinweisen auf die verschleppte Kurdin Arzu.

Diese 18-Jährige wurde von ihren fünf Geschwistern verschleppt

Bielefeld/Ankara - Im Fall der von ihren eigenen Geschwistern verschleppten 18-jährigen Kurdin Arzu Ö. aus Detmold haben die deutschen Ermittler ihre Kollegen in der Türkei eingeschaltet.

Das Bundeskriminalamt habe per Rechtshilfeersuchen gebeten, im Umfeld der Familie zu ermitteln, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft und bestätigte einen Bericht des „Westfalen-Blatts“ (Mittwoch).

„Wir müssen Spuren finden, die uns nach dem jetzigen Ermittlungsstand aber nicht zu einer lebenden Frau führen“, sagte der Sprecher. In türkischen Zeitungen gab es schon Aufrufe, um Hinweise zu bekommen. Fünf Geschwister sollen Arzu am 1. November aus der Wohnung ihres Freundes verschleppt haben. Sie sitzen in Haft.

Die jesidische Familie missbilligt den Ermittlern zufolge die Beziehung der Tochter zu dem andersgläubigen Freund. Jesiden dürfen streng genommen keine Ehepartner außerhalb der Gemeinschaft wählen. Die Geschwister, vier Brüder und eine Schwester, sagen nichts über den Aufenthaltsort der 18-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Entführte tot ist.

dpa

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