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Der "WeltRisikoBericht" gibt Auskunft darüber, in welchen Ländern das Katastrophenrisiko am höchsten ist.

Neue Ergebnisse des "WeltRisikoBerichts"

Das sind die unsichersten Länder der Welt

Bonn - Am Mittwoch wurden die Ergebnisse des "WeltRisikoBericht" vorgestellt. In welchem Land herrscht das größte Katastrophenrisiko?

Die beiden Pazifikstaaten Vanuatu und Tonga sind besonders von den Folgen des Klimawandels sowie von Naturereignissen wie Stürmen oder Erdbeben bedroht. Das geht aus dem aktuellen „WeltRisikoIndex“ hervor, der am Mittwoch in Bonn vorgestellt wurde. Auf Platz drei liegen demnach die Philippinen. Mit Japan findet sich auch eine Industrienation unter den Top 15 der Rangliste. Am sichersten leben die Menschen derzeit auf Barbados, Malta und in Katar. Deutschland weist mit Platz 146 von 173 Staaten ebenfalls ein geringes Katastrophenrisiko auf.

Der „WeltRisikoIndex“ ist Teil des „WeltRisikoBerichts“. Die zum dritten Mal aufgelegte Studie will zeigen, welche Staaten besonders von extremen Naturereignissen bedroht sind, und wie groß das Risiko der Bevölkerung ist, Opfer einer Katastrophe zu werden. Auftraggeber ist das „Bündnis Entwicklung Hilft“, dem unter anderem die beiden kirchlichen Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt angehören. Für den Bericht werteten Experten vom Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS) sowie der Universität Bonn Daten zu insgesamt 28 Indikatoren aus.

Die Eurokrise könnte sich auch auf das Gesundheitswesen auswirken

Positive Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Rangliste für Äthiopien. Das ostafrikanische Land wechselte von Rang 62 aus der „hohen“ Risikoklasse auf Rang 70 in die „mittlere“ Risikoklasse. Die Republik Kongo hingegen verließ Rang 71 in der „mittleren“ Risikoklasse und landet aktuell auf Rang 64 in der „hohen“ Risikoklasse auf. In Europa verschlechterte sich die Lage zum Beispiel in den Niederlanden. Ein Grund dafür ist laut „WeltRisikoBericht“ ein Rückgang bei der ärztlichen Versorgung pro Einwohner. Auch Griechenland könnte laut Studie aufgrund der Eurokrise und daraus resultierenden Einschnitten etwa im Gesundheitswesen im internationalen Vergleich weiter abrutschen.

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Schwerpunkt des Berichts war in diesem Jahr das Thema „Gesundheit und medizinische Versorgung“. Die Kosten für die Studie betrugen rund 88.000 Euro - 31.000 Euro steuerte die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen bei, der Rest kam vom „Bündnis Entwicklung Hilft“. Eine vierte Auflage des „WeltRisikoBerichts“ ist für das kommende Jahr geplant.

KNA

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