Der kleine Jaxon hat die seltene Krankheit "Micro-Hydranencephalie".

Kleiner Jaxon hat seltene Krankheit

Dieser Junge ist ein Wunder

Tavares/Florida - Der kleine Jaxon kommt mit einem missgebildetem Gehirn auf die Welt. Die Ärzte machen den Eltern keine großen Hoffnungen. Doch sie haben die Rechnung ohne "Jaxon Strong" gemacht.

Als die werdenden Eltern Brittany und Brandon Buell zu einer Vorsorge-Untersuchung ins Krankenhaus fahren, ahnen sie noch nicht, was ihnen in wenigen Minuten bevorstehen wird. Bei der zweiten Ultraschall-Untersuchung finden die Ärzte heraus, dass mit dem Kind etwas nicht stimmt. "Als der Ultraschall-Techniker am Kopf unseres Babys entlangfuhr, wurde er plötzlich sehr still", so Vater Brandon gegenüber der britischen Daily Mail

Jaxon fehlt ein Großteil des Gehirns

Wie sich später herausstellen sollte, hat Jaxon die äußerst seltene Krankheit "Micro-Hydranencephalie". Im Konkreten heißt das: Jaxons Schädel ist missgebildet, Teile des Großhirns sind durch eine Flüssigkeitsblase ersetzt. Außerdem fehlen viele wichtige Neuronen. Schon während der Schwangerschaft prophezeien die Ärzte dem Kind deshalb nur geringe Überlebenschancen - und ziehen zum Schrecken der Eltern sogar eine Abtreibung in Erwägung. Doch für die Brittany und Brandon kommt das nicht in Frage. "Als klar war, dass Jaxon keine Schmerzen erleidet und eine gewisse Überlebenschance hat und außerdem Brittany nicht in Gefahr ist, entschieden wir uns gegen eine Abtreibung“, schreibt Papa Buell auf der Facebook-Seite "WeAreJaxonStrong". Und damit beginnt das Wunder von Tavares.

Denn mittlerweile ist der kleine Jaxon ein Jahr alt, im August feierte er Geburtstag. Und der Säugling mit dem großen Kämpferherz hat schon jetzt einen Spitznamen: Jaxon Strong. "Jaxon hat bereits bewiesen, dass er ein starker, smarter und sehr besonderer Junge ist", so seine Eltern voller Bewunderung.

Brittany und Brandon geben alles für ihren Sohn

Zusammen haben Sie eine Crowdfunding-Seite für ihren Sohn gegründet, in der sie über seine Erkrankung aufklären und um Spenden bitten. Die Kosten für die ärztliche Behandlung sind nämlich alles andere als gering, vor allem vor dem Hintergrund, dass Mutter Brittany ihren Job aufgab und sich voll und ganz der Erziehung von Jaxon annahm.

Die Resonanz auf ihren Spendenaufruf ist riesig. Fast 1500 Menschen haben bereits für Jaxon gespendet - und dabei unglaubliche 65.000 Dollar aufgetrieben. Eine Reaktion, die sich selbst die Eltern nicht erträumt haben. "Seine Geschichte geht um die Welt in einer Weise, die wir nie für möglich gehalten hätten. Wir sind sehr dankbar, es bedeutet uns sehr viel", schreiben Jaxons Eltern auf Jaxons Facebook-Seite. Das Spendenziel von 70.000 Dollar ist somit in greifbarer Nähe.

Bei aller Hingabe für ihren Sohn verlieren die Buells aber auch nicht den Blick auf das große Ganze. So schreibt Brandon auf Facebook: "Wir wissen, dass Jaxon nicht das einzige Baby mit einer seltenen Erkrankung ist. Wir wollen mit seiner Geschichte anderen Familien Hoffnung geben." Hoffnung, dass nicht jede Horror-Diagnose automatisch ein Todesurteil ist. Und Hoffnung, dass trotz Behinderung immer noch ein glückliches Leben möglich ist. Jaxon Strong hat es vorgemacht. Zum Independent Journal sagen seine Eltern: "Für uns ist unserer Sohn das hübscheste Baby der Welt."

Lukas Praller

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