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Die damals 20-Jährige lag rund 24 Stunden im Koma und musste künstlich beatmet werden.

Sie will andere vor Alkohol warnen

4,1 Promille: Ein Wunder, dass Hanna noch am Leben ist 

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Yerington - Es sollte nur ein netter Abend mit Freunden werden, doch die US-Amerikanerin Hanna hatte ihren Alkoholkonsum nicht unter Kontrolle. Mit ihrer Geschichte will sie andere nun warnen.

Endlich Wochenende, endlich feiern und endlich mal wieder die Sau raus lassen. Vielleicht gibt es sogar etwas zu feiern, die letzte Klausur, die letzte Prüfung oder ein neues Jobangebot. Schnell steigt bei solchen Feierlichkeiten im Club der Alkoholkonsum. Zu viel Alkohol, zu wenig Selbstkontrolle und schnell passiert es: Am Ende hat man nicht nur den gewöhnlichen Kater, sondern liegt womöglich sogar im Krankenhaus am Beatmungsgerät.  

So erging es auch der US-Amerikanerin Hanna Lottritz. Die heute 21-Jährige landete letzten Sommer nach einem feuchtfröhlichen Abend mit viel zu viel Alkohol im Krankenhaus. Verbunden mit dutzenden Geräten und Schläuchen. Doch wie kam es dazu?

In ihrem Blog schildert Hanna Lottritz an ihrem 21. Geburtstag, was an jenem Abend passierte. Sie war mit Freunden auf einem Festival unterwegs. Währenddessen wurde ordentlich getrunken, spät am Abend kam es dann zu einem Wett-Trinken: Ein volles Glas "Black Velvet Whiskey" auf ex. Hanna exte den Whiskey weg und sie fühlte sich noch gut. Fünf Minuten später setzen ihre Erinnerungen jedoch völlig aus. Sie brach zusammen. Ihre Freunde reagierten glücklicherweise schnell und brachten sie zu den Sanitätern vor Ort. Hanna musste intubiert und ins Krankenhaus gebracht werden. Dort fiel sie zunächst für 24 Stunden ins Koma. Ihr Zustand war mehr als kritisch, die Ärzte vermuteten sogar, dass Hanna bereits hirntot sei.

Hanna hatte rund 4,1 Promille im Blut

Nach 24 Stunden erwachte Hanna schließlich aus dem Koma und erholte sich erstaunlich schnell. Doch im Gespräch mit den Ärzten brachte eine Frage ihre ganze Welt ins Wanken: Hatte sie mit dem ganzen Alkohol etwa geplant, sich selbst umzubringen?

Nein, umbringen wollte sie sich nicht. Und spätestens nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus hatte Hanna eine völlig neue Sichtweise auf den Alkoholkonsum. In ihrem Blog betont sie, dass in ihrem Blut keinerlei Drogen zu finden waren. Sie brach also wirklich wegen des vielen Alkohols zusammen, in ihrem Blut wurde nämlich ein Promillegehalt von rund 4,1 Promille festgestellt. In ihrem Blog postet sie außerdem ein Bild von sich auf der Intensivstation. Damit und mit ihrem Bericht über das was passiert ist, will sie junge Menschen zu einem verantwortungsvollen Alkoholkonsum bewegen. "Ich sage nicht, dass jeder Mensch komplett den Alkohol weglassen soll, das wäre übertrieben, aber bitte versucht Komasaufen und heftiges Trinken zu vermeiden. Die Konsequenzen sind es nicht wert", schreibt sie. Ohne ihre Freunde, die so schnell gehandelt haben, wäre sie heute nicht mehr am Leben. An Hannas schrecklicher Geschichte, sollten sich vielleicht einige ein Beispiel nehmen und beim Feiern auf exzessiven Alkoholkonsum verzichten.

Auch in Japan nimmt das Komasaufen zu

mt

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