Tourismus-Chef gefeuert

Dieses Video kostete eine Million - an Steuergeldern

Miami - Teurer PR-Gag! Ein als Musikvideo getarntes Werbevideo der Tourismusbehörde war den Bürgern und Politikern zu sexy, um von Steuergeldern finanziert zu werden. Mit schweren Folgen für den Behörden-Chef.

Knapp bekleidete Strandschönheiten räkeln sich im Bikini, Großaufnahmen schicker Hotels und Infinity-Pools eingeblendet - eigentlich ein typisches Musikvideo des US-Rappers Pitbull. Im Filmchen zu dem Song "Sexy Beaches" rappt er: "Ich will sexy Strände sehen, Hotels!" Mit dem sexuell aufgeladenen Rap-Video auf Staatskosten wollte die staatliche Fremdenverkehrsbehörde noch mehr Touristen an die Strände des Bundesstaats locken - allerdings auf Kosten der Steuerzahler - das kostet nun den „Visit Florida“-Chef seinen Job. 

Bekannt wurde die Werbe-Aktion durch einen Tweet des Rap-Musikers selbst. „Die komplette Florida-Enthüllung“ twitterte der Pitbull im Dezember auf seinem Profil im sozialen Netzwerk. Anbei ein Dropbox-Link, der zu einem elf-seitigem Dokument führt - es ist ein Vertrag zwischen „Visit Florida“, der staatlichen Fremdenverkehrsbehörde des Bundesstaats, und dem US-Rapper. Die brisante Information: aus dem Dokument geht hervor, dass Pitbull für das Video eine Million Dollar (knapp 950.000 Euro) erhalten habe. 

Tourismus-Marketing getarnt als sexy Musikvideo? Diese Art des Einsatzes von Steuergeldern schmeckte vielen konservativen Bürgern und Politikern überhaupt nicht. Der republikanische Gouverneur von Florida, Rick Scott, forderte den Rücktritt des Behördenchefs vom Visit Florida, Will Seccombe. Nach einer Welle der öffentlichen Empörung trat dieser nun zurück, wie eine Sprecherin am Mittwoch mitteilte. Seccombe erhalte eine Abfindung von umgerechnet knapp 70.000 Euro. 

Gouverneur Scott begrüßte, dass dieser der Aufforderung folgte und betonte, dass künftig besonders transparent mit der Verwendung von Steuergeldern umgegangen werde.

afp

Rubriklistenbild: © Screenshot Youtube / PibullVEVO

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