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Warnung vor Dioxin-Eiern ausgeweitet

Düsseldorf - Neue Aufregung um Dioxin-Eier in Nordrhein-Westfalen. Das Verbraucherministerium hat seine Warnung vor belasteten Eiern ausgeweitet - sieht aber keine “neue Dimension“ in dem Fall.

Das NRW-Verbraucherschutzministerium hat die Warnung vor PCB-belasteten Eiern von einem Ökohof in Ostwestfalen ausgeweitet. Es sollten keine Eier mit dem Erzeugercode 0-DE-0521041 verzehrt werden - unabhängig vom Mindesthaltbarkeitsdatum.

Ein Vermarkter der Eier hatte mitgeteilt, er habe auch verdächtige Eier mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 8. April an den Handel geliefert. Bisher waren die Behörden davon ausgegangen, dass nur Eier bis zum Haltbarkeitsdatum 31. März in den Verkauf gekommen waren. Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich um zusätzlich etwa 7000 Eier mit dem Datum 8. April, der Fall erhalte dadurch aber “keine neue Dimension“.

Der Hof in Ostwestfalen ist weiter gesperrt. Wie das dioxinähnliche PCB (Polychlorierte Biphenyle) in die Eier gelangt ist, konnte noch nicht ermittelt werden. “Es scheint noch eine aktive Quelle auf dem Hof zu geben“, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag. Mittlerweile gebe es aus allen vier Hühnerställen auf dem Hof Eier mit einer PCB-Belastung über dem zulässigen Grenzwert. Zunächst waren nur in zwei Ställen Eier mit überhöhten Werten gefunden worden. Um die PCB-Quelle zu finden, werden Boden- und Wasserproben untersucht. Amtliche Untersuchungsergebnisse von Futterproben liegen ebenfalls noch nicht vor.

Der Fall in Ostwestfalen stehe in keinem Zusammenhang mit Dioxinfunden in Eiern von zwei kleineren Direktvermarktern in Duisburg. In der Ruhrgebietsstadt ist zum einen ein Kinder- und Lernbauernhof der Arbeiterwohlfahrt mit 150 Legehennen betroffen. Zum anderen geht es um einen Betrieb mit 120 Legehennen, dessen Eier die Stempelnummer 0-DE-0521991 tragen. Auch zwischen den beiden Duisburger Höfen gebe es keine Verbindung, sagte der Sprecher.

Das Verbraucherschutzministerium kritisierte die Stadt Duisburg, weil die Messergebnisse seit zwei Wochen vorlagen, aber der Verkauf weiterging, bis das Land einschritt. “Die Betriebe hätten schon am 20. März gesperrt werden müssen. Die Stadt hat aber nur weitere Proben veranlasst“, hieß es aus dem Ministerium. Ein Sprecher der Stadt sagte, die städtischen Mitarbeiter hätten die Werte offenbar als nicht besorgniserregend eingestuft und die Ergebnisse der Kontrollproben abwarten wollen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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