+
Die Verteidigung sitzt im Gerichtssaal in Missoula im US-Staat Montana, links sitzend im hellgrauen Anzug der Angeklagte. Foto: Chris Melzer

Diren: Friseusen bestätigen Morddrohungen vor Todesschüssen

Missoula (dpa) - Im Prozess um den im US-Bundesstaat Montana erschossenen Hamburger Austauschschüler Diren haben mehrere Friseusen die Morddrohungen des Angeklagten bestätigt.

Nach zwei Einbrüchen habe er nur Tage vor den tödlichen Schüssen gegenüber den Frauen gesagt, dass er "ein paar Jugendliche abknallen" wolle.

"Er war total laut und wütend", sagte eine der Frauen. "Er sagte, er habe drei Nächte nicht geschlafen, weil er mit einer Schrotflinte auf der Lauer liege, um ein paar Kids zu töten." Sie habe dem keine große Bedeutung beigemessen und alles für Gerede gehalten. "Er sagte dann aber: Ich mache keine Witze. Ihr werdet das in den Nachrichten sehen."

Vier Tage später erschoss der Mann Diren, der in seine offene Garage eingedrungen war. Der Mann spricht von Notwehr, die Anklage wirft ihm aber Mord vor. Er soll Dieben eine Falle gestellt und Diren dann ohne Bedrohung erschossen haben. Was Diren in der Garage wollte, ist nach wie vor unklar.

"Er machte auf mich keinen ängstlichen Eindruck. Er war einfach wütend", sagte die dritte Friseuse. Im Wesentlichen deckten sich die Aussagen der drei Frauen, die an dem Abend in dem Friseursalon waren, als eine von ihnen dem damals 29-Jährigen die Haare schnitt.

Anklage

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Australien: Taucher bei Haiangriff schwer verletzt
Sydney - Ein Taucher ist am australischen Great Barrier Reef von einem Hai angegriffen und schwer verletzt worden.
Australien: Taucher bei Haiangriff schwer verletzt
Berghotel-Unglück: Suche nach Verschütteten geht weiter
Rom - Nach dem Lawinenunglück am zerstörten Berghotel Rigopiano suchen die italienischen Rettungskräfte weiter fieberhaft nach Vermissten.
Berghotel-Unglück: Suche nach Verschütteten geht weiter
Nach Bus-Tragödie: Ermittlung bei Reiseunternehmen
Budapest - Nach dem schweren Unfall eines ungarischen Busses in Norditalien ermittelt die ungarische Polizei beim betroffenen ungarischen Reiseunternehmen.
Nach Bus-Tragödie: Ermittlung bei Reiseunternehmen
Tod im Feuer: Ungarische Schüler sterben auf der Autobahn
Mitten in der Nacht prallt ein Bus gegen einen Brückenpfeiler und fängt sofort Feuer. Ein Schülerausflug endet auf grausame Weise, viele junge Menschen sterben. Medien …
Tod im Feuer: Ungarische Schüler sterben auf der Autobahn

Kommentare