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Dirk-Oliver Lange hat eine viel beachtete Geschichte aufgeschrieben.

Hunderttausende Facebook-User gerührt

Seine Geste im Supermarkt ist wunderbar 

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Hamburg - Eine alte Dame steht an der Supermarkt-Kasse. Ihr fehlen 51 Cent im Portemonnaie, sie muss die Schokolade zurücklegen. Doch sie hat nicht mit der Reaktion eines Kunden gerechnet.

Dirk-Oliver Lange wollte im Supermarkt nur schnell Kaffee kaufen. Doch an der Kasse traf er eine Entscheidung, für die er nun Komplimente und liebe Nachrichten von tausenden Menschen in Deutschland bekommt. Die Geschichte hat er in einem langen Facebook-Post aufgeschrieben, den User innerhalb von zwei Tagen mehr als 465.000 Mal geliked und 115.000 Mal geteilt haben (Stand 06.09.2015, 15.30 Uhr). Dieses Feedback mache ihn "sprachlos und dankbar zugleich".

51 Cent haben einer alten Frau an der Kasse gefehlt. Sie musste die Schokolade zurücklassen. Doch sie hat nicht mit der Reaktion eines Kunden hinter ihr gerechnet.

Der Hamburger beschreibt, wie eine alte Frau vor ihm in der Schlange ihren kleinen Einkauf aufs Band legt: ein Brötchen, eine Packung abgepackten Aufschnitt, eine Tüte Milch, eine Tafel Schokolade. Sie muss 2,18 Euro bezahlen, klimpert mit ihrem Kleingeld in der Hand und stellt fest: Es fehlen 51 Cent. "Ich habe nicht mehr", sagt sie. Die Kassiererin bittet die Kundin, etwas zurückzulassen. 

Lange schreibt: "Diese Situation brach mir das Herz und ich gab der Verkäuferin zu verstehen, dass ich den Betrag übernehmen würde. Ich gab ihr einen Fünfzig-Euro-Schein mit dem Hinweis, das Wechselgeld bitte der älteren Dame zu geben." Er dankt der Kassiererin in seinem Facebook-Post, dass sie seine Geste richtig interpretiert hat. Sie habe der Frau das Restgeld gegeben, zusammen mit dem Kleingeld und gesagt: "Vielen Dank, es ist alles in Ordnung so."

Die Menschen, die Schlange standen, hätten nichts gesagt. "Mir war es wichtig, die ältere Dame nicht peinlich zu berühren, indem ich ihr das Geld direkt gegeben hätte. So hatte sie das Gefühl einzukaufen, wie sie es früher gewohnt war."

Seine Geste habe die Frau zu Tränen gerührt. Sie habe ihn gefragt, ob sie ihn umarmen dürfe, er sei ein guter Mensch. "Ich würde mich freuen", erwiderte er. Vor dem Supermarkt habe sie auf ihn gewartet. Er fragte sie, ob sie ihm eine Freude machen könne, indem sie wieder hineingeht und alles kauft, worauf sie Lust hat. Sie nickte und ging  hinein.

Lange spürt Dankbarkeit, wenn er an diesen "wundervollen Tag" zurückdenkt. Es war der vergangene Freitag. Viele Menschen schreiben ihm, dass er vorbildlich gehandelt habe. Sie seien gerührt.

Es gibt aber auch User, die Lange vorwerfen, sich als Held zu inszenieren: In einem Post am Sonntag schreibt der Mentalcoach, dass er auch Anrufe mit Drohungen und Beleidigungen erhalten habe. Auf seiner Facebook-Seite gepostete Beleidigungen habe er gelöscht, diese hätten nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Das erklärt, warum unter seiner Supermarkt-Geschichte ausschließlich bewundernde Kommentare stehen.

Lange selbst unterstreicht: "Bitte heben Sie mich nicht auf einen Sockel für das, was ich getan habe, denn so unglaublich viele gute Menschen, und das macht mich sehr glücklich, haben Vergleichbares getan und noch viel viel mehr."

sah      

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