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Die US-Raumfähre “Discovery“ hat ihren letzen Heimflug zur Erde angetreten. Das Schiff mit sechs Astronauten an Bord legte am Montag um 13.00 Uhr deutscher Zeit von der Internationalen Raumstation ISS ab, wo es mehr als eine Woche angedockt war.

"Discovery" auf ihrem letzten Weg

Washington - Am Ende ertönte “Star Trek“-Musik und Captain Kirk sprach die Abschiedsworte. Die “Discovery“ hat von der Internationalen Raumstation abgedockt und ihren finalen Heimflug zur Erde angetreten.

Die US-Raumfähre “Discovery“ hat ihren letzen Heimflug zur Erde angetreten. Das Schiff mit sechs Astronauten an Bord legte am Montag um 13.00 Uhr deutscher Zeit von der Internationalen Raumstation ISS ab, wo es mehr als eine Woche angedockt war. Der Abflug des Orbiters vom Außenposten der Menschheit im All war keineswegs Routine: Bevor die Crew die Antriebsraketen zündete, drehte sie eine letzte Runde um die ISS. Kurz zuvor hatte Captain Kirk aus der Fernsehserie “Star Trek“ die Crew mit Worten geweckt, die nicht nur Science-Fictions-Fans sofort wiedererkennen. “Der Weltraum - unendliche Weiten“, ertönte es morgens aus den Lautsprechern. “Das waren die Abenteuer des Space Shuttle “Discovery“. Ihre 30-jährige Mission: (...) zu tun, was kein Raumschiff zuvor getan hat“, las der Kirk-Darsteller William Shatner den Astronauten vor.

Dazu ertönte die Titelmelodie der Serie. Bevor der Shuttle an diesem Mittwoch auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral landet, müssen die Astronauten während des zweitägigen Heimflugs die Systeme für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre testen. Dieser Moment ist der letzte wirklich kritische in der fast 27-jährigen Geschichte der “Discovery“. Einmal noch muss ihr Hitzeschild den extremen Temperaturen standhalten, die durch den Luftwiderstand erzeugt werden. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa ist nach zahlreichen Tests sicher, dass der Hitzeschild intakt ist, obwohl bei dem Start der Raumfähre einige Schaumstoffteile von der Tankisolierung abgebrochen und gegen die Außenhülle geprallt waren. Ein beschädigter Hitzeschild war die Ursache für den Absturz der “Columbia“ im Jahr 2003.

Ziel der letzten “Discovery“-Mission waren Wartungs- und Reparaturarbeiten an der ISS. Dazu stiegen Astronauten zwei Mal ins All aus. Zuletzt halfen sie, einen ausgefallenen Sauerstoffgenerator im russischen Teil der Station zu reparieren. Ursprünglich war die “Discovery“ am Montag auf der Erde zurückerwartet worden. Allerdings verlängerte die Nasa die Mission um zwei Tage, um den Astronauten mehr Zeit für die lange Liste ihrer Aufträge zu verschaffen. Die Landung in Cape Canaveral ist jetzt für 17.58 Uhr MEZ am 9. März geplant. Nach ihrer Rückkehr wird die “Discovery“ zum Museumsstück. Im Juli soll das Shuttle-Programm nach weiteren Flügen der “Endeavour“ und “Atlantis“ dann ganz beendet werden.

dpa

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