Bär in Bayern gesichtet: Wildtierkamera knipst „scheues“ Tier 

Bär in Bayern gesichtet: Wildtierkamera knipst „scheues“ Tier 
+
Einsatzkräfte der Feuerwehr und der DLRG suchen im Biggesee nach einem vermissten Mann. Foto: Markus Klümper

DLRG-Zahlen

Bundesweit weniger Badetote

Traumhaftes Badewetter sorgt leider oft auch für mehr Badeunfälle. Im heißen Jahr 2018 hatte die DLRG einen sprunghaften Anstieg an Badetoten verzeichnet. Dieser Trend hält zwar nicht an. Dramatisch seien die Zahlen trotzdem, sagen die Retter.

Haltern am See (dpa) - In den ersten sieben Monaten des Jahres sind in Deutschland etwas weniger Menschen beim Baden ertrunken als im Vorjahr. Mit 250 Toten (Stand vom 20. Juli) - 29 weniger als im Vorjahreszeitraum - seien die Zahlen aber weiter dramatisch.

Das sagte der Sprecher der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Achim Wiese, am Donnerstag in Haltern am See (Nordrhein-Westfalen). Wiese kritisierte, dass viele Kinder nicht mehr richtig schwimmen lernten. Nur knapp über 40 Prozent der Kinder könnten nach der Grundschule schwimmen. In den 1990er Jahren seien das noch nahezu 90 Prozent gewesen. Sorge bereitet der Wasserrettungsorganisation auch das schleichende Bädersterben.

Seit dem Jahr 2000 habe es pro Jahr im Schnitt 80 Bäder weniger gegeben, rechnet Wiese vor. Bäder seien jedoch wichtig, damit Menschen das Schwimmer erlernen könnten. "Ohne Schwimmbad keine Schwimmausbildung", resümiert Wiese.

Von tödlichen Unfällen seien ganz überwiegend Männer betroffen: Nur 19 Prozent der Toten sind demnach Frauen. Männer treibe oft der Übermut und sie überschätzten ihre Fähigkeiten, erläuterte Wiese.

Daneben zählen nach seinen Worten junge Migranten zur Risikogruppe. Sie hätten einen anderen Bezug zum Wasser und schätzten es falsch ein. Fast alle 18 ertrunkenen Migranten aus den ersten sieben Monaten seien Nichtschwimmer gewesen. "Das ist eine Entwicklung, die wirklich dramatisch ist und so wahrscheinlich auch weitergehen wird", sagt Wiese.

Die meisten Menschen ertranken in Bayern. Anders als im bundesweiten Trend verzeichnete die DLRG dort 65 Tote und damit 20 mehr als im Jahr davor. Am zweithöchsten ist die Ertrunkenen-Zahl in Nordrhein-Westfalen: Dort starben laut DLRG 40 Menschen, drei Tote mehr als zur Sommerzwischenbilanz im vergangenen Jahr. Anders ist die Situation in Niedersachsen: Zwar folgt das Bundesland in der Statistik auf NRW. Hier sank die Zahl der Toten aber um sieben auf insgesamt 29.

Am gefährlichsten ist es immer noch an Gewässern wie Seen, Flüssen und Kanälen. An Seen ertranken zum Beispiel 131 Menschen. Solche Gewässer werden nicht von Rettungsschwimmern bewacht, weshalb hier viele Menschen ihr Leben verlieren, wie Wiese erklärte. Bayern führe die Statistik auch aufgrund seiner vielen unbewachten Seen an. Wiese appellierte an die Kommunen mit der DLRG zusammenzuarbeiten, um solche Badestellen sicherer zu machen.

Presseeinladung zur Sommer-Zwischenbilanz 2019

Baderegeln der DLRG

DLRG-Ertrinkungsstatistiken

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ingo Kantorek (†44): Sohn wird von Fans massiv belästigt – „Einfach nur dumm sowas“
Ingo Kantorek wird bald das letzte Mal als Alex Kowalski bei „Köln 50667“ zu sehen sein. Sein Sohn äußert sich kurz vor der Ausstrahlung zum ersten Mal zum Tod seiner …
Ingo Kantorek (†44): Sohn wird von Fans massiv belästigt – „Einfach nur dumm sowas“
Sekundenschlaf! 20-jähriger VW-Fahrer verunglückt schwer
Bei einem Zwischenfall in Borgholzhausen nahe Gütersloh ist ein junger Mann schwer verletzt worden. Sekundenschlaf führte offenbar zu dem Unfall in NRW.
Sekundenschlaf! 20-jähriger VW-Fahrer verunglückt schwer
Gruppenvergewaltigung in Sachsenhausen – Urteil gefallen 
In Frankfurt-Sachsenhausen haben drei Männer in ihrer Wohnung eine junge Frau mehrfach missbraucht. Nun ist ein Urteil gefallen.
Gruppenvergewaltigung in Sachsenhausen – Urteil gefallen 
Warum ein todkranker Mann aus Marl Gesundheitsminister Jens Spahn anzeigt
Helmut Feldmann aus Marl hat den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angezeigt. Er wirft ihm vor, unheilbar Kranken Zugang zu Medikamenten zu verwehren.
Warum ein todkranker Mann aus Marl Gesundheitsminister Jens Spahn anzeigt

Kommentare