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Auf der Pressekonferenz zur Eröffnung der documenta 14: documenta-Leiter Adam Szymczyk sprach als Letzter. 

Leiter Szymczyk sprach ganz zum Schluss

documenta 14 mit Pressekonferenz in Kassel eröffnet

Es ist so weit: die documenta 14 beginnt. Am Mittwoch gab es die offizielle Pressekonferenz zur Eröffnung der berühmten Kunstschau in Kassel.

Kassel - Adam Szymczyk hat laut hna.de* in der Eröffnungspressekonferenz der documenta 14 dazu aufgerufen, dass die Menschen sich als politische Subjekte begreifen, Energie mobilisieren und Verantwortung übernehmen sollten. Die Politik der gewählten Vertreter gehe Hand in Hand mit unternehmerischen, neoliberalen Interessen. "Politik und Geld haben aber nicht die vollständige Macht, unser Handeln zu bestimmen", sagte der 46-Jährige, dagegen wolle die documenta eine sanfte Kraft ("soft power") setzen.

Als das "Arbeitsprinzip" seiner documenta bezeichnete der polnische Kurator das Lernen. Lernen aber nicht in dem Sinne, Wissen weiterzugeben, wie in der Schule, sondern in einem vorurteilsfreien "Entlernen": "Die große Lektion ist, dass es keine Lektion gibt." Die d14 sehe sich nicht als Lehrmeister und sei immer misstrauisch gegen Interpretationen und Erläuterungen gewesen. Er lade dazu ein, sich in der Ausstellung ohne Stereotype zunächst "in die Dunkelheit des Nichtwissens" zu bewegen.

Adam Szymczyk sprach ganz zum Schluss. Nachdem Mitglieder seines Kuratorenteams wichtige Linien der documenta 14 umrissen hatten, gab der künstlerische Leiter selbst nur ein kurzes Statement.

In dessen Mittelpunkt stand der Dank. Dank an alle, die die Ausstellung in Kassel und Athen finanziert, ermöglicht und auch "in sehr schwierigen Phasen" unterstützt haben, Dank an seine Kuratoren, Assistenten ("dafür, dass sie mich in den letzten Jahren am Leben gehalten haben"), sowie unter anderem namentlich an Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Geschäftsführerin Annette Kulenkampff, Prokurist Frank Petri, und ausdrücklich auch an alle Kasseler Bürger.

documenta-Eröffnung für Besucher am 10. Juni

Bereits am Dienstag wurden in der Kasseler Innenstadt zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. So wurden beispielsweise Absperrungen aus Beton am am Friedrichsplatz und der Torwache aufgestellt. Die massiven Leitplanken sollen bis zum Ende der documenta 2017 unter anderem dafür sorgen, dass Autos nicht gezielt in Besucherströme hineinfahren können.

Die offizielle Eröffnung für Besucher der documenta 14 findet am Samstag, 10. Juni 2017, statt. Zu diesem Termin wird neben unserem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier auch Prokopis Pavlopoulos, der griechische Staatschef, erwartet.

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Mehr Informationen zur documenta in Kassel finden Sie unter hna.de

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