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Dominique Strauss-Kahn war Chef des internationalen Währungsfonds

Strauss-Kahn verklagt Zimmermädchen

New York - Vor einem Jahr hat ein Zimmermädchen den damaligen Währungsfondschef Dominique Strauss-Kahn der Vergewaltigung beschuldigt. Jetzt verklagt er die Frau auf eine Million US-Dollar.

Ein Jahr nach der angeblichen Vergewaltigung in einem New Yorker Hotel hat Ex-Währungsfondschef Dominique Strauss-Kahn das Zimmermädchen auf eine Million Dollar (rund 770 000 Euro) verklagt. Das bestätigte der Anwalt der Frau, Douglas Wigdor, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Wigdor nannte das den “verzweifelten Versuch“ des Franzosen, von seinem eigenen Zivilverfahren abzulenken. Das Zimmermädchen Nafissatou Diallo hatte Strauss-Kahn auf Schadenersatz verklagt, ein Gericht im New Yorker Stadtteil Bronx hat diese Klage inzwischen auch zugelassen.

Die Affäre Strauss-Kahn: Ein Sex-Krimi in Bildern

Die Affäre Strauss-Kahn: Ein Sex-Krimi in Bildern 

Strauss-Kahn war am 14. Mai 2011 festgenommen worden, weil er in seinem Hotelzimmer das Zimmermädchen überfallen und zum Oralsex gezwungen haben soll. Nachdem er Wochen in Einzelhaft saß und dann unter Hausarrest stand, hatte die Anklage das strafrechtliche Verfahren eingestellt, weil es Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Frau gab. Diallo hatte mehrfach gelogen und nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit einem in Haft sitzenden Freund besprochen, wie Geld aus dem Fall geschlagen werden könnte.

Dennoch hatte ein Zivilgericht die Klage der Frau zugelassen. In Strauss-Kahns Gegenklage heißt es nun, Diallo habe “bösartig und mutwillig falsche Anschuldigungen“ gegen ihn erhoben. “Dieser Schritt zeigt doch nur seine frauenfeindliche Einstellung, und das genau ein Jahr nach seinem brutalen Angriff auf Frau Diallo“, sagte deren Anwalt Wigdor. Wann immer er verklagt werde, versuche Strauss-Kahn es mit Entschuldigungen, Erklärungen und Gegenvorwürfen, nun sei eine Gegenklage offenbar sein Versuch, aus der Sache herauszukommen. “Aber wir sind sicher, dass dieser verzweifelte Versuch vom Gericht abgeschmettert wird.“

dpa

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