Sündenpfuhl stört Gläubige

Dompfarrer will Striptease-Klub wegbeten

Warschau - Ein neuer Striptease-Club an der Flaniermeile der Warschauer Altstadt unweit der Kathedrale sorgt in der polnischen Hauptstadt für Empörung.

Dompfarrer Bogdan Bartold will die Gläubigen zum Gebet gegen das Rotlichtlokal in der Nachbarschaft auffordern - möglicherweise direkt vor dem Club, berichtete die Zeitung „Gazeta Wyborcza“ (Freitag). Veteranen der einstigen Untergrundarmee gegen die Nazi-Besatzung im Zweiten Weltkrieg protestierten in einem Schreiben an Bürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz gegen den vermeintlichen Sündenbabel in dem Gebäude, das während des Warschauer Aufstands vor fast 70 Jahren eine bedeutende Rolle spielte.

„Das ist geschmacklos“, reagierte auch Pfarrer Jacek Siekierski von der Sankt Anna-Kirche, die gegenüber dem Club steht. Als er vor der Morgenmesse am Neujahrstag die rot angestrahlten Fenster des Clubs sah, habe er noch an eine Silvesterbeleuchtung geglaubt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Deutlich weniger Vögel und Insekten in Deutschland
Weniger sirren, weniger flattern: Die Zahl der Insekten und Vögel sinkt stark in Deutschland. Was steckt dahinter?
Deutlich weniger Vögel und Insekten in Deutschland
NRW-Oberverwaltungsgericht stoppt "Autofahrer-Pranger"
Münster (dpa) - Das umstrittene Internetportal " www.fahrerbewertung.de" verstößt nach aktueller Rechtsprechung gegen den Datenschutz und ist in der aktuellen …
NRW-Oberverwaltungsgericht stoppt "Autofahrer-Pranger"
Grausamer Mord: Mutter legt ihre Kleinkinder in den Ofen
Diese Tat macht einfach nur sprachlos - eine Mutter soll ihre Söhne in einen Ofen gelegt haben, den sie danach anstellte.
Grausamer Mord: Mutter legt ihre Kleinkinder in den Ofen
Dackelblick: Hunde setzen Mimik möglicherweise gezielt ein
Hunde können besonders süß gucken, wenn sie etwas wollen. Hundebesitzer sind sich sicher: Das machen die mit Absicht. Forscher haben nun tatsächlich Hinweise darauf …
Dackelblick: Hunde setzen Mimik möglicherweise gezielt ein

Kommentare