Sündenpfuhl stört Gläubige

Dompfarrer will Striptease-Klub wegbeten

Warschau - Ein neuer Striptease-Club an der Flaniermeile der Warschauer Altstadt unweit der Kathedrale sorgt in der polnischen Hauptstadt für Empörung.

Dompfarrer Bogdan Bartold will die Gläubigen zum Gebet gegen das Rotlichtlokal in der Nachbarschaft auffordern - möglicherweise direkt vor dem Club, berichtete die Zeitung „Gazeta Wyborcza“ (Freitag). Veteranen der einstigen Untergrundarmee gegen die Nazi-Besatzung im Zweiten Weltkrieg protestierten in einem Schreiben an Bürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz gegen den vermeintlichen Sündenbabel in dem Gebäude, das während des Warschauer Aufstands vor fast 70 Jahren eine bedeutende Rolle spielte.

„Das ist geschmacklos“, reagierte auch Pfarrer Jacek Siekierski von der Sankt Anna-Kirche, die gegenüber dem Club steht. Als er vor der Morgenmesse am Neujahrstag die rot angestrahlten Fenster des Clubs sah, habe er noch an eine Silvesterbeleuchtung geglaubt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolbild)

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