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Die "Rosa Zelle" im Dortmunder Gefängnis wird wieder weiß gestrichen.

Dortmund schafft "Rosa Zelle" wieder ab

Dortmund - Es war ein Experiment und ist gescheitert: Das Dortmunder Gefängnis schafft die "Rosa Zelle" wieder ab. Sie sollte dabei helfen, Insassen zu beruhigen.

Der Versuch mit einer „Rosa Zelle“ im Dortmunder Gefängnis ist gescheitert. Die Anstalt ließ den Raum wieder weiß streichen, bestätigte das Justizministerium in Düsseldorf am Freitag Berichte örtlicher Zeitungen. Der 14 Quadratmeter große Raum sollte aggressive Gefangene schneller beruhigen als die übliche blass gehaltene Sonderzelle. Randalierende Häftlinge werden zur Beruhigung vorübergehend in diese spartanisch eingerichteten Zellen gesperrt.

„Anders als in der Schweiz haben wir diesen Effekt hier aber nicht feststellen können“, sagte die JVA-Leiterin den Berichten zufolge. Der Farbton habe nicht die gewünschte Wirkung gehabt. Der Raum sei durch die Farbe zusätzlich verdunkelt worden.

Schon beim Zwischenbericht im vergangenen Sommer konnten die drei Haftanstalten Dortmund, Hagen und Attendorn, die „Rosa Zellen“ eingerichtet hatten, keine eindeutig positive Wirkung vermelden. Es habe aber auch keine negativen Ausschläge gehabt, hieß es damals. In Attendorn, wo das Experiment im dritten Jahr läuft, sieht die Leitung auch weiter keinen Anlass zum Abbruch. Es gebe aber auch keine empirischen Daten, ob die Verweildauer kürzer sei, sagte der stellvertretende Leiter Jürgen Steiß. Attendorn will es bei der Farbe „Cool Down Pink“ belassen. Auch in Hagen läuft das Projekt weiter.

dpa

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