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Ein Polizist geht an dem Saunaclub vorbei. Bei einem Brand sind drei Männer ums Leben gekommen. Foto: Paul Zinken

Besucher flüchten nur mit Handtüchern

Feuerhölle in Berliner Saunaclub: Drei Menschen sterben

Berlin - In einem Saunaclub bricht spätabends Feuer aus, kurz darauf tragen Rettungskräfte mehrere Opfer aus dem Gebäude. Etliche Besucher flüchten nur mit Handtüchern bekleidet in die Kälte.

Tödliches Ende eines vergnüglichen Abends: In den brennenden Räumen eines Berliner Saunaclubs sind drei Männer ums Leben gekommen. Ein weiterer wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

Weitere Tote oder Verletzte schloss er aus. Die genaue Todesursache der drei Opfer war zunächst unklar. 15 Männer seien vor Ort untersucht worden, aber unverletzt geblieben, sagte der Sprecher. Die bei nächtlicher Kälte nur mit weißen Handtüchern bekleideten Saunabesucher kamen in einem Feuerwehrbus unter.

Das verwinkelte Etablissement erstreckt sich über Erdgeschoss und Keller eines siebenstöckigen Gebäudes in der Kurfürstenstraße im Berliner Stadtteil Schöneberg. Es bestehe aus Saunen und "Spielwiesen", sagte der Sprecher. Zudem gebe es 60 enge Einzelkabinen mit jeweils einem Bett darin - von der Größe vergleichbar mit einer Solariums-Kabine. "Es war sehr arbeitsaufwendig, jede einzelne aufzubrechen und zu kontrollieren", sagte der Sprecher. Zunächst waren mehrere Menschen vermisst worden. Insgesamt hielten sich beim Eintreffen der Retter knapp 30 Menschen in dem Saunaclub auf.

Die Feuerwehr war um 22.23 Uhr alarmiert worden. 80 Einsatzkräfte rückten mit 30 Fahrzeugen an und konnten das Feuer relativ schnell löschen. Nach Angaben der Rettungskräfte breiteten sich die Flammen nicht auf die darüberliegende Seniorenresidenz aus. Die Bewohner wurden angewiesen, in ihren Zimmern zu bleiben.

Der nur wenige hundert Meter vom Breitscheidplatz und der Gedächtniskirche entfernte Saunaclub trägt den Namen "Steam Works". Nach Informationen der Zeitung "B.Z". handelt es sich um den 2000 Quadratmeter großen Nachfolger des "Apollo-Splash-Clubs".

Die Fassade des Gebäudes blieb unbeschädigt. Von außen deutete nur eine dicke Schicht Löschschaum vor dem Eingang und Brandgeruch auf das Drama hin, dass sich im Inneren abgespielt haben muss.

Die Brandursache war zunächst unklar. Das Landeskriminalamt will am Montagmorgen dazu die Ermittlungen aufnehmen. Die Todesopfer wurden noch in der Nacht in die Gerichtsmedizin gebracht.

Video: snacktv

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