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Der gestrandete Elefant soll gerettet werden.

"Sie ist äußerst schwach"

Dramatische Rettungsaktion für gestrandeten Elefanten

Munger - Tierschützer haben am Wochenende einen neuen Anlauf zur Rettung eines seit Wochen in Bangladesch gestrandeten Elefanten unternommen.

"Sie steht nun in anderthalb Meter tiefem Flutwasser im Bezirk Jamalpur. Sie ist äußerst schwach", sagte der Tiermediziner Sayed Hossain am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Rettungsaktion werde von tausenden Schaulustigen behindert, die die Elefantenkuh rund um die Uhr beobachteten. Das wilde Tier traue sich nicht, das Wasser zu verlassen, erklärte Hossai.

Die Elefantenkuh war Ende Juni nach schweren Überschwemmungen im indischen Bundesstaat Assam von ihrer Herde getrennt und von den starken Strömungen des Flusses Brahmaputra ins benachbarte Bangladesch mitgerissen worden. Seitdem irrte das Tier mehr als hundert Kilometer umher.

Tierschützer aus Indien und Bangladesch versuchen nun, den vier Tonnen schweren Elefanten zu betäuben und mit einem Kran in Sicherheit zu bringen. Dafür muss das Tier aber zunächst das Wasser verlassen. "Ihr Zustand ist sehr schlecht. Vergangene Nacht legte sie eine Strecke von zwölf Kilometern zurück, aber sie vermied es weitgehend, an Land zu gehen wegen der Präsenz so vieler Menschen", sagte der Forstbeamte Tapan Kumar Dey.

Auch ein dressierter Elefant wurde ins Hochwassergebiet gebracht, um seinen Artgenossen aus dem Wasser zu locken. Doch das eingeschlossene Tier sei so schwach, dass es seinen Rumpf nicht heben könne. "Man kann von weitem seine Rippen sehen", sagte der indische Helfer Ritesh Bhattacharjee.

Durch die Überflutungen und Erdrutsche während der Monsun-Saison kommen in Indien und in den Nachbarländern Nepal und Bangladesch jedes Jahr dutzende Menschen ums Leben. In diesem Jahr starben fast hundert Menschen in den indischen Bundesstaaten Assam und Bihar, in Bangladesch gab es 41 Tote. Im Kaziranga-Nationalpark in Assam hatten Tierschützer vor einigen Tagen acht mutterlose Baby-Nashörner aus den Fluten gerettet. Mehrere ausgewachsene Nashörner ertranken.

AFP

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