Bundeswehr in Afghanistan.

Drei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan verletzt

Kundus - Drei Bundeswehrsoldaten sind am Montag in der nordafghanischen Provinz Kundus bei einem Bombenanschlag der Taliban verletzt worden.

Bei einem Bombenanschlag der Taliban auf einen Konvoi der Bundeswehr sind in der nordafghanischen Provinz Kundus drei deutsche Soldaten verletzt worden. Der am Straßenrand versteckte Sprengsatz sei explodiert, als die Militärfahrzeuge vorbeifuhren, teilte das Einsatzführungskommando in Potsdam am Montag mit. Die Verletzten würden im Rettungslazarett behandelt. Es bestehe keine Lebensgefahr. Nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse müssten sie auch nicht nach Deutschland geflogen werden. Nach Angaben der Bundeswehr in Kundus ereignete sich der Angriff am Ortsausgang von Kundus-Stadt, auf der Straße in den Unruhedistrikt Char Darah.

Die Soldaten seien in einem Panzer vom Typ “Fennek“ unterwegs gewesen, der beschädigt worden sei. Ein Polizeisprecher in Kundus sagte, die Explosion habe das Fahrzeug zerstört. Nach Bundeswehrangaben rückten deutsche Soldaten aus, um es zu bergen. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu der Tat. Nach dem Anschlag erklärte die Bundesregierung, an ihrer Politik in Afghanistan festzuhalten. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer, verwies am Rande von Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel auf die am Wochenende beim Nato-Gipfel in Lissabon beschlossene Afghanistan-Strategie des Bündnisses.

“Und auf diesem Wege werden wir jetzt die nächsten Schritte unternehmen und uns auch von einem sehr schlimmen Vorfall (...) nicht irritieren lassen.“ Bei einem weiteren Bombenanschlag im Süden des Landes kamen unterdessen zwei Soldaten der Internationalen Schutztruppe ums Leben. Das teilte die NATO-geführte ISAF mit, ohne Einzelheiten zu nennen. In der südöstlichen Provinz Paktia starben zudem vier Zivilisten, als ein Sprengsatz explodierte. Laut Zählung des Internetdienstes icasualties.org verloren seit Jahresbeginn rund 655 ausländische Soldaten in Afghanistan ihr Leben. Zudem starben Hunderte Zivilisten.

dpa

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