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Der ISS-Astronaut Alexander Skvortsov streckt nach der Landung beide Daumen in die Höhe, um zu zeigen, dass es ihm gut geht.

"Den Männern geht es gut"

Drei ISS-Astronauten zurück auf der Erde

Moskau - Nach mehr als einem halben Jahr in der internationalen Raumstation (ISS) sind zwei russische und ein US-Raumfahrer wieder zurück auf der Erde. Den Männern geht es allen gut.

Drei Raumfahrer sind nach fast einem halben Jahr im All wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt. Die beiden Russen Alexander Skworzow und Oleg Artemjew sowie der US-Amerikaner Steve Swanson landeten am Donnerstagmorgen mit einer russischen Sojus-Kapsel in der Steppe von Kasachstan, wie die Flugleitzentrale bei Moskau mitteilte.

„Wir werden euch vermissen“, twitterte der deutsche Astronaut Alexander Gerst von der Internationalen Raumstation ISS. „Wir konnten via Funk hören, was unsere Freunde in der Kapsel reden.“ Auf dem Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometern Höhe arbeiten außer Gerst noch der Russe Maxim Surajew und der Amerikaner Reid Wiseman.

Bei fünf Grad Celsius und leichtem Wind schwebte die fast drei Tonnen schwere Kapsel von einem Fallschirm gebremst zu Boden. Kurz darauf trafen rund 200 Rettungskräfte mit Geländewagen und Hubschraubern am Landeort knapp 150 Kilometer südöstlich der Stadt Scheskasgan ein.

„Den Männern geht es gut“, sagte Jaroslaw Roschtschupkin vom Rettungsteam. Unter Applaus wurden die Heimkehrer von der engen Kapsel zu Klappsesseln getragen. Ihre Muskeln sind nach der langen Zeit in der Schwerelosigkeit geschwächt. In Decken gehüllt und mit heißem Tee versorgt, winkte das Trio in die Kameras. Sonnenbrillen schützten die empfindlichen Augen vor der grellen Morgensonne über der baumlosen Steppe. Zur Begrüßung gab es Äpfel und Melonen.

„Welcome home“, twitterte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos. Ärzte prüften den Puls und die Reaktionen der Männer. Sie hatten etwa dreieinhalb Stunden zuvor die ISS verlassen.

Das Trio hatte seit Ende März im All gearbeitet und auf der Raumstation zahlreiche Experimente ausgeführt. Allerdings hatten sie bei der Ankunft wegen technischer Probleme erst zwei Tage später als geplant an dem fliegenden Labor andocken können.

Für Ende September ist der nächste Start einer bemannten Sojus vom Weltraumbahnhof Baikonur in der früheren Sowjetrepublik Kasachstan geplant.

dpa

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