Drei jugendliche Treter für lange Zeit im Knast

Münster - Drei Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren müssen für lange Zeit hinter Gitter. Sie hatten den Fahrgast eines Nachtbusses überfallen und beinahe tot getreten.

Drei Jugendliche, die in Münster einen Fahrgast eines Nachtbusses überfallen und fast zu Tode getreten haben, müssen für Jahre hinter Gitter. Das Landgericht verurteilte die 16 bis 19 Jahre alten Angeklagten am Donnerstag zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb und sieben Jahren. Sie hatten ihr Opfer im vergangenen November zusammengeschlagen, getreten und ausgeraubt. Der Mann überlebte nur mit viel Glück und lag vier Tage im Koma. Er kann sich an die Tat nicht erinnern.

Der Fahrgast war in der Tatnacht auf dem Heimweg von einem Fußballspiel gewesen. Wie das Gericht beim Urteil ausführte, hatte sich der 30-Jährige im Bus auf einen Platz zwischen den Teenagern gesetzt. Weil es auf der Dreierbank eng wurde, begann ein Streit. “Er setzte sich schließlich weg“, sagte der Richter über das Opfer.

Doch war der Haupttäter nun aufgestachelt. Der 18-Jährige und seine Freunde folgten dem Mann, als sie sahen, dass er ausstieg. In einem Gewerbegebiet schlugen zwei der Täter den Mann zusammen und traten ihn mehrmals heftig gegen den Kopf. Nach Ansicht des Gerichts ging es dem 18-Jährigen am Ende ums Töten. Der jüngste der drei schaute zu.

An einer Tankstelle kauften die jungen Täter vom gestohlenen Geld des 30-Jährigen Bier und Zigaretten. Das Opfer überlebte nur, weil ein Passant sein Röcheln hörte. Der Kaufmann kämpft noch heute mit den Folgen der Kopfverletzungen.

Wegen versuchten Totschlags wurde der 18-Jährige zu sieben Jahren Haft verurteilt. “Er ist so leicht reizbar, dass er praktisch ausrastet“, sagte der Richter über den bulligen jungen Mann. Ein 19-Jähriger, der auch mehrfach zutrat, wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Der 16-Jährige kam als Mittäter mit zweieinhalb Jahren davon. Alle drei hatten sich in dem Prozess bei ihrem Opfer entschuldigt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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