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Die Leichen eines vierjährigen Mädchens und seiner drei Jahre alten Zwillingsbrüder sind in einem Wohnhaus im Süden Londons gefunden worden.

Frau unter Mordverdacht

Leichen von drei behinderten Kindern entdeckt

London - Die Leichen eines vierjährigen Mädchens und seiner drei Jahre alten Zwillingsbrüder sind in einem Wohnhaus im Süden Londons gefunden worden.

Die drei Kinderleichen wurden bereits am Dienstagabend gefunden. Die Polizei nahm am Mittwoch eine 42 Jahre alte Frau unter Mordverdacht fest. Britische Medien berichteten, sie solle die Mutter der drei kleinen Kinder sein, Scotland Yard machte dazu zunächst keine Angaben. Die Frau sei vor ihrer Festnahme mit leichten Verletzungen im Krankenhaus behandelt worden, hieß es in einer Mitteilung der Londoner Polizeibehörde. Nach weiteren Verdächtigen wird nicht gesucht.

Woran die Geschwister starben, war vorerst unklar. Sie sollen nach Informationen des "Evening Standard" an Spinaler Muskelatrophie gelitten haben, einer schweren, seltenen Erbkrankheit, bei der die motorischen Nervenzellen vor allem im Rückenmark angegriffen werden und es zu Muskelschwund und Lähmungen kommt. Sie wurden Vollzeit von ihrer Mutter betreut. Eines der Kinder habe bereits im Rollstuhl gesessen. Das vierte Kind der Familie, ein siebenjähriges Mädchen, ist gesund. Mit ihm soll, Medienberichten zufolge, der Vater während der Tragödie im Urlaub gewesen sein.

Die Eltern waren mit ihren Kindern erst vor kurzem in die stattliche Doppelhaushälfte gezogen. Die Familie kommt aus Südafrika, der Vater ist Investmentbanker und die Mutter Grafikdesignerin. Ein Nachbar beschrieb die Eltern als "ausgesprochen nette und honorige Leute". "Sie ist eine solch liebenswerte Person - ihr Leben drehte sich nur um die Kinder", sagte er über die Mutter. Auch die Bank bezeichnete den Vater als allseits "geschätzten Kollegen". Sie werde alles tun, um ihm und seiner Tochter zu helfen.

Vor dem Haus der Familie lagen am Mittwoch Plüschtiere und Blumen zum Gedenken an die Toten. Die Ermittler wollen nun mit Angehörigen sprechen, um herauszufinden, was vorgefallen ist.

dpa/afp

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