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Astronaut Kevin Ford nach der Landung.

Drei ISS-Raumfahrer auf der Erde gelandet

Moskau - Verspätete Heimkehr: Drei Raumfahrer landen nach 144 Tagen im All in Kasachstan. Auf der Internationalen Raumstation ISS arbeiten vorerst nur drei Besatzungsmitglieder.

Nach knapp fünf Monaten im All sind drei Raumfahrer sicher von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde zurückgekehrt. US-Astronaut Kevin Ford sowie die russischen Kosmonauten Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin landeten am Samstag wohlbehalten in der verschneiten kasachischen Steppe. Gebremst von einem Fallschirm schwebte die russische Sojus-Kapsel planmäßig zu Boden, wie die Raumfahrtbehörde Roskosmos der Agentur Interfax zufolge mitteilte. Die Ankunft war wegen schlechten Wetters am Landeort um knapp 24 Stunden verschoben worden.

Roskosmos-Chef Wladimir Popowkin lobte im Flugleitzentrum nahe Moskau die Raumfahrer für hervorragende Arbeit während ihres 144-tägigen Aufenthaltes im All. Dabei hätten die Männer insgesamt 34 Experimente durchgeführt. "Auf sie wartet eine große kosmische Zukunft", sagte Popowkin.

Helfer geleiteten die Raumfahrer nach der Landung rund 85 Kilometer nordöstlich der Stadt Arkalyk zu Klappstühlen, wo sie gut gelaunt und in dicke Decken gehüllt in die Kameras winkten. Ihre Muskeln sind durch den viermonatigen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit geschwächt. Die Sojus-Kapsel TMA-06M hatte rund dreieinhalb Stunden zuvor von der ISS abgedockt.

Erstmals führt nun mit dem Astronauten Chris Hadfield ein Kanadier das Kommando auf dem Außenposten der Menschheit in rund 410 Kilometern Höhe. Außerdem arbeiten dort derzeit der US-Amerikaner Thomas Marshburn und der Russe Roman Romanenko.

Für Ende März ist der nächste Start eines Sojus-Raumschiffs mit drei Mann Besatzung vom Kosmodrom Baikonur in der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien zur ISS geplant. Dann soll eine Sojus in der Rekordzeit von knapp sechs statt bisher 48 Stunden die Raumfahrer ins All fliegen. Russland ist nach dem Aus für die US-Space-Shuttles das einzige Land, das bemannte Flüge zur Raumstation organisiert.

dpa

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