Drei Retter sterben bei Bergungsarbeiten in Utah

Washington - Tragödie in Utah: Bei der Suche nach sechs verschütteten Bergarbeitern in einer Kohlegrube sind am Donnerstagabend (Ortszeit) drei Männer eines Rettungstrupps ums Leben gekommen. Bei dem neuerlichen Stolleneinbruch wurden zudem sechs Menschen verletzt, berichtete die "Salt Lake City Tribune".

Das Bergwerksunternehmen erwäge nun, die Suche nach den Vermissten abzubrechen.

Seit dem 6. August sind sechs Bergleute in einem Kohlebergwerk nahe der Stadt Huntington in rund 500 Meter Tiefe und etwa 6,5 Kilometer vom Eingang der Mine entfernt eingeschlossen. Ob die Männer den Stolleneinbruch überlebt haben, ist ungewiss. Während Angehörige der Kumpel seit fast zwei Wochen vor der Grube ausharren, scheiterten bislang alle Versuche der Rettungsteams, an die Verschütteten heranzukommen.

Noch in der Nacht zum Donnerstag hatten vermeintliche Lebenszeichen aus der Tiefe für einen Hoffnungsschimmer gesorgt. Ein Gerät, das durch ein Bohrloch in einen Stollenabschnitt abgesenkt wurde, habe Geräusche aufgefangen, berichtete der Mitinhaber der Grube, Bob Murray. Es sei jedoch völlig unklar, ob es sich bei den etwa fünf Minuten andauernden rhythmischen Lauten um Lebenszeichen der Vermissten handelte oder etwa um herabfallende Gesteine.

Murray hatte gleichzeitig vor den Gefahren bei der Suchaktion gewarnt. Der Berg sei noch immer in Bewegung und man könne die Rettungstrupps nicht in Gefahr bringen. Wenige Stunden später wurden seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt.

Minenarbeiter sprachen von einer Erschütterung, die den Einsturz des Stollens um 18.35 Uhr möglicherweise verursacht habe. Durch Berge von Geröll hatten sich die Rettungsteams seit Tagen in Richtung der Verschütteten gegraben. Etwa 500 Meter bis zu der Stelle, wo die eingeschlossenen Kumpel vermutet werden, lagen noch vor den Rettern, als das Gestein über ihnen einstürzte.

Zwei der Männer starben im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen. Sechs Retter kamen mit Schädeltraumata, Knochenbrüchen und Quetschungen davon. Die Hoffnungen der Menschen in und rund um die Mine sind nun am Tiefpunkt angelangt. "Dies ist ein verheerender Schlag in einer ohnehin schon tragischen Situation", sagte Joe Piccolo, Bürgermeister von Price, einer der Gemeinden in der Nachbarschaft des Bergwerks.

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