Drei Tote durch Taifun “Megi“ in Taiwan

Taipeh - Taifun “Megi“ hat Taiwan erreicht und dort bislang drei Menschen das Leben gekostet. 27 weitere Menschen galten als vermisst. Ein buddhistischer Tempel wurde von Schlamm überrollt.

In der nordöstlichen Stadt Suao City begrub eine durch den Sturm ausgelöste Schlammlawine einen buddhistischen Tempel, wie mehrere Fernsehsender berichteten. Dabei seien drei Menschen ums Leben gekommen, nach sechs weiteren werde mit Baggern gesucht.

Entlang einer Küstenstraße im Landkreis Ilan suchten die Behörden nach einem Bus mit 19 chinesischen Touristen, der am Donnerstagabend von herunterfallenden Felsbrocken getroffen worden war. Aus einem weiteren Touristenbus, der nach Angaben der Regierung ebenfalls auf der Straße von Geröll erfasst worden war, konnten 19 chinesische Insassen gerettet werden. Der taiwanesische Fahrer und der chinesische Reiseführer würden aber noch vermisst, sagte Ministerpräsident Wu Den Yih.

Hubschrauber suchen nach Vermissten

Die Fernsehsender berichteten, der Felssturz entlang der Küstenstraße habe einen Streckenabschnitt von 500 Metern verschüttet und rund 30 Fahrzeuge eingeschlossen. Das Innenministerium teilte mit, es werde mit Hubschraubern der Luftwaffe nach mehr als 340 Menschen gesucht, die von dem Felssturz betroffen seien.

Der Landkreis Ilan war von dem Taifun am schwersten betroffen. Dort sorgte der Sturm, der mit Windgeschwindigkeiten von 145 Stundenkilometern unterwegs war, für einen Rekordregen: In 48 Stunden fielen 114 Zentimeter Wasser. “Megi“ hatte vor seiner Ankunft in Taiwan auf den Philippinen 26 Menschen das Leben gekostet und Schäden in Höhe von rund 175 Millionen Dollar (125 Millionen Euro) angerichtet. Es wird erwartet, dass der Sturm am Freitagabend oder Samstag (Ortszeit) die südchinesischen Provinzen Guangdong und Fujian erreicht. In Fujian wurden bereits 161.800 Menschen vor dem Taifun in Sicherheit gebracht.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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