1. Startseite
  2. Welt

In drei Wochen erste Ergebnisse zum Tod Caliparis

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null

- Bagdad - Die US-Armee rechnet in drei bis vier Wochen mit ersten Ergebnissen der Ermittlungen zum Tod des italienischen Geheimdienstagenten Nicola Calipari auf der Bagdader Flughafenstraße. Das gab das amerikanische Militär am Dienstag in Bagdad bekannt. Der US-Konzern Bechtel widersprach unterdessen Berichten, denen zufolge fünf Mitarbeiter des Unternehmens in der nordirakischen Stadt Tus entführt worden seien.

Die multinationale Truppe habe ein Team unter Führung von Brigadegeneral Peter Vangjel zusammengestellt, dass die Umstände des Vorfalls vom 4. März beleuchten solle, hieß es in der Erklärung des US-Militärs. Das Kommando arbeite eng mit der US-Botschaft in Bagdad zusammen und italienische Behördenvertreter seien eingeladen worden, sich an der Untersuchung zu beteiligen. Calipari war am Freitagabend erschossen worden, als er die aus Geiselhaft freigelassene italienische Journalistin Giuliana Sgrena im Auto zum Flughafen Bagdad bringen wollte.

Gleichzeitig versprach das US-Militär den Tod des bulgarischen Soldaten Gardi Gardev zu untersuchen. Gardev war am Freitagabend im Südirak ums Leben gekommen. Das bulgarische Verteidigungsministerium erklärte später, US-Truppen hätten vermutlich versehentlich auf seine Patrouille geschossen.

Widersprüchliche Angaben gab es am Dienstag über eine Entführung in der 230 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Tus. Die Polizei in der nordirakischen Stadt Kirkuk berichtete, die Entführer hätten fünf Mitarbeiter des US-Großkonzerns Bechtel entführt. Ein Firmensprecher in San Francisco (Kalifornien) sagte der dpa dagegen, alle Bechtel-Angestellten im Irak seien wohlauf und sicher. Aus anderen Quellen im Irak hieß es, die Entführer hätten einen irakischen Ingenieur und einen Ausländer gekidnappt.

Im so genannten Todesdreieck südlich von Bagdad entdeckte ein Bauer am Montag auf seinem Land zwei Leichen. Wie die Polizei in Latifija mitteilte, handelt es sich bei den Opfern um einen Polizeioffizier, der von Extremisten enthauptet wurde, und einen Iraker, der als Übersetzer für die US-Armee arbeitete.

Das Büro von Ministerpräsident Ijad Allawi teilte mit, das zentrale Strafgericht in Bagdad habe vergangene Woche 15 mutmaßliche Aufständische und Terroristen zu Haftstrafen zwischen einem und zwölf Jahren verurteilt, darunter acht arabische Ausländer. Die meisten der verurteilten Araber stammten aus Syrien und SaudiArabien. Mehrere von ihnen wurden in der westirakischen Aufständischen-Hochburg Falludscha gefangen genommen. Den Arabern warf man "Unterstützung des Terrorismus" vor, während die Iraker wegen Waffenbesitzes verurteilt wurden.

Auch interessant

Kommentare