Juwelen-Raub Grünes Gewölbe in Dresden: SEK bei einer Großrazzia in Berlin.
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Juwelen-Raub aus dem „Grünen Gewölbe“ in Dresden: Bei einer Großrazzia in Berlin sind drei Tatverdächtige festgenommen worden.

Ein Jahr nach Raub in Dresden

Razzia in Berlin: Drei Tatverdächtige nach spektakulärem Diamanten-Raub im Grünen Gewölbe festgenommen

  • Judith Braun
    vonJudith Braun
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Vor fast einem Jahr kam es zu einem Diebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden. Die Polizei durchsuchte nun bei einer Razzia Wohnungen von Verdächtigen in Berlin.

  • Im Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl aus dem „Grünen Gewölbe“ in Dresden hat es in Berlin eine Großrazzia gegeben.
  • Schwerpunkt der Razzia waren Objekte im Berliner Bezirk Neukölln.
  • Es gab Festnahmen, laut Polizei, aus dem „Berliner Clanmileu“.

Update vom 17. November, 12.02 Uhr: Im Zusammenhang mit dem spektakulären Diebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden fahndet die Polizei nun nach zwei weiteren Verdächtigen aus dem Berliner Clanmilieu. Auch den beiden gesuchten 21-Jährigen werde schwerer Bandendiebstahl und Brandstiftung vorgeworfen, teilte die Dresdner Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Diamanten-Raub im Grünen Gewölbe: Drei Tatverdächtige aus Berliner Clanmilieu festgenommen

Update vom 17. November, 10.33 Uhr: Nach dem Juwel-Raub im „Grünen Gewölbe“ in Dresden suchen Sonderermittler mit Hochdruck nach den Einbrechern. Ende November 2019 waren bislang Unbekannte durch ein Fenster in das „Grüne Gewölbe“ im Residenzschloss der sächsischen Hauptstadt eingedrungen. Binnen Minuten stahlen sie aus einer Vitrine historischen Juwelenschmuck von großem Wert. Anschließend flohen sie mit einem Auto, das sie später in Brand setzten. Der Coup löste international große Aufmerksamkeit aus.

Jetzt sind drei Tatverdächtige in Berlin festgenommen worden. Nach Angaben eines Sprechers der Dresdner Polizei handelt es sich bei den Festgenommenen um drei deutsche Staatsangehörige aus dem „Berliner Clanmilieu“. Sie seien auf dem Weg nach Dresden, wo sie noch am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt würden, sagte er in Berlin. Auch Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) bestätigte „Bezüge zur Clankriminalität“. Die Durchsuchungen und die Festnahmen vom Dienstag seien ein großer Erfolg, der die Arbeit der Ermittler in Berlin und Sachsen belohne. Es sei zugleich „ein weiteres Signal in die Szene“. Niemand könne sich über den Staat und seine Regeln hinwegsetzen. „Der Rechtsstaat ist das Maß der Dinge“, erklärte Geisel.

Spektakulärer Diamanten-Raub im Grünen Gewölbe: Bei Razzia in Berlin drei Tatverdächtige festgenommen

Erstmeldung vom 17. November 2020

Berlin - Im letzten Jahr kam es zu einem spektakulären Diebstahl in der historischen Museumssammlung „Grünes Gewölbe“ in Dresden. Zwei unbekannte Einbrecher waren am 25. November 2019 gewaltsam in das Museum eingedrungen und hatten Diamanten und Brillanten gestohlen. Fast ein Jahr später ist die Polizei offenbar den Tatverdächtigen auf die Spur gekommen. Seit Dienstagmorgen (17. November) werden in Berlin bei einer groß angelegten Razzia Wohnungen durchsucht.

Razzia in Berlin: Polizei durchsucht Wohnungen im Zusammenhang mit Diebstahl in Grünem Gewölbe

Zunächst berichtete bild.de von einem Großeinsatz der Berliner Polizei im Stadtteil Neukölln. Inzwischen sollen laut der Nachrichtenagentur AFP drei Tatverdächtige festgenommen worden sein. Auch die Polizei in Sachsen teilte via Twitter mit, dass seit 6 Uhr morgens mehrere Objekte von zahlreichen Einsatzkräften durchsucht werden.

Laut bild.de teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagmorgen mit, dass Spezialkräfte mehrerer Bundesländer drei dringend tatverdächtige deutsche Staatsbürger festgenommen haben. Die Staatsanwaltschaft Dresden werfe ihnen schweren Bandendiebstahl und Brandstiftung in zwei Fällen vor. Sie sollten noch im Verlauf des Tages einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Razzia in Berlin: Drei Tatverdächtige in Zusammenhang mit Raub im Grünen Gewölbe festgenommen

Insgesamt sollen mehr als 1600 Einsatzkräfte bei der Untersuchung von 18 Objekten im Stadtteil Neukölln beteiligt gewesen sein. Weiter teilte die Polizei in Sachsen via Twitter mit, dass im Zentrum der „heutigen Maßnahmen die Suche nach den entwendeten Kunstschätzen und möglichen Beweismitteln wie Speichermedien, Bekleidungsstücken und Werkzeugen“ stehe. (jbr)

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