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Statt der erwarteten 800 Neonazis, kamen nur rund 400 Rechtsextreme zur Demonstration.

Alternative Route

Neonazis müssen Gegendemos weichen

Dresden - Hunderte Menschen in Dresden haben sich am Samstag Neonazis in den Weg gestellt und damit einen Marsch ins Stadtzentrum verhindert. Die Polizei lotste die Rechtsextremen auf eine andere Route.

Mehrere hundert Menschen haben in Dresden gegen einen Aufmarsch von Neonazis demonstriert. Zu der Kundgebung hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Vereinen und Parteien aufgerufen, auch Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) nahm daran teil. Sie hatte die Bürger bereits im Vorfeld aufgefordert, ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit zu setzen.

Das Dresdner Forum gegen Rechts sprach von mehr als 1500 Gegendemonstranten, die Polizei von mehreren Hundert. An dem Neonazi-Aufmarsch zum "Tag der deutschen Zukunft" nahmen demnach mit rund 400 Rechtsextremen deutlich weniger teil als vorhergesehen. Laut einem Polizeisprecher war mit mehr als doppelt so vielen Teilnehmern gerechnet worden. Die Kundgebungen verliefen nach seinen Worten "ohne nennenswerte Zwischenfälle". Die Polizei war mit einem Großaufgebot von rund 2000 Beamten im Einsatz.

Auf Antrag der Organisatoren des Neonazi-Aufmarschs änderte die Polizei laut ihrem Sprecher die ursprünglich vorgesehene Route. Das Dresdner Forum gegen Rechts feierte dies als Erfolg der zahlreichen Gegenkundgebungen. "Ständige spontane Platzbesetzungen verhinderten heute, dass die Nazis ihre Route laufen konnten", erklärte ihr Sprecher Frank Neumann. In Dresden sei es für Neonazis nicht mehr möglich, "einen Großaufmarsch geplant durchzuführen".

AFP/dpa

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