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Dringlichkeitsantrag gescheitert

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- Tampa/Washington - Die Eltern der amerikanischen Komapatientin Terri Schiavo sind mit ihrem Dringlichkeitsantrag gescheitert, die künstliche Ernährung ihrer Tochter wieder anzuschließen. Bundesrichter James Whittemore entschied am Dienstag, sie hätten keinen Nachweis erbracht, dass die verfassungsmäßigen Rechte ihrer Tochter verletzt wurden.

Anwälte der Eltern kündigten sofortige Berufung bei dem nächsthöheren Gericht in Atlanta an. Schiavo, die seit 15 Jahren im Koma liegt, wird seit Freitag nicht mehr künstlich ernährt. Das geht auf den Wunsch des Ehemanns zurück, nach dessen Angaben seine Frau in einem solchen Zustand nicht am Leben gehalten werden wollte. Die Eltern bestreiten dies. Nach Angaben der Ärzte stirbt Schiavo innerhalb von zwei Wochen, falls die Schläuche mit Nahrung und Flüssigkeit nicht wieder angeschlossen werden.

Der Fall Schiavo beschäftigt die Gerichte in Florida seit sieben Jahren. Der Kongress hatte in der Nacht zu Montag eigens ein Gesetz verabschiedet, das den Eltern die Möglichkeit einräumte, ein Bundesgericht anzurufen. 

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