+
Sollte die internationale Gemeinschaft den Kampf gegen Ebola verstärken, sieht UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Anzeichen zur Hoffnung. Foto: Lukas Coch

UN-Generalsekretär sieht Chancen zum Sieg über Ebola

Washington (dpa) - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat weitere Anstrengungen im Kampf gegen Ebola gefordert. Es gebe Hoffnung, die Krankheit bis Mitte kommenden Jahres einzudämmen, wenn die internationalen Anstrengungen hierzu verstärkt würden, sagte Ban Ki Moon in Washington.

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Rudolf Seiters, sieht erste Erfolge im Kampf gegen Ebola. Zugleich hat der UN-Generalsekretär vor einer Ausbreitung des tödlichen Virus in Mali gewarnt. Das sei "sehr besorgniserregend".

Aus diesem Grund habe er seine Organisation angewiesen, umgehend in dem westafrikanischen Land tätig zu werden, sagte Ban in Washington. Der malische Präsident Ibrahim Boubacar Keita habe um Unterstützung durch die UN gebeten, nachdem dort bislang sechs Menschen an der Seuche gestorben seien, sagte Ban.

DRK-Präsident Seiters sagte der "Rheinischen Post" (Samstag), dass es Erfolge gebe. "Wir gehen davon aus, dass diese erfreuliche Entwicklung auch auf die verbesserte gesundheitliche Versorgung von Ebola-Patienten zurückzuführen ist", sagte er. Das bestätige, dass man auf dem richtigen Weg sei. Es gebe aber noch lange keine Entwarnung im Kampf gegen Ebola.

Die Deutschen erweitern gerade eine Behandlungsstation in Sierra Leone und bauen ein Krankenhaus in Liberia mit auf. 986 freiwillige Helfer, die bereit sind im Krisengebiet zu arbeiten, haben sich nach Angaben von Seiters bislang beim DRK gemeldet.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Gefahr einer tödlichen Ansteckung für die Hilfskräfte in den Ebola-Krisengebieten weiterhin groß. Inzwischen seien 588 Helfer erkrankt, von denen 337 gestorben seien, teilte die WHO in Genf mit.

Insgesamt verzeichnet die WHO nun 15 351 Ebola-Fälle. 5459 Menschen erlagen der Epidemie. In Liberia ist die Zahl der Betroffenen weiterhin besonders hoch. Danach folgen Guinea und Sierra Leone. In allen drei westafrikanischen Ländern ist das Risiko einer Übertragung nach wie vor erheblich.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mord am Grünwalder Stadion in München - Polizei sucht weiter nach mutmaßlichem Täter
Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen 43-Jährigen sucht die Polizei nach dem Täter.
Mord am Grünwalder Stadion in München - Polizei sucht weiter nach mutmaßlichem Täter
Lotto am Samstag vom 23.06.2018: So sehen Sie die Ziehung der Lottozahlen heute im Live-Stream
Lotto am Samstag vom 23.06.2018: Hier finden Sie die aktuellen Lottozahlen von heute. 4 Millionen Euro liegen im Jackpot.
Lotto am Samstag vom 23.06.2018: So sehen Sie die Ziehung der Lottozahlen heute im Live-Stream
Vermisste Tramperin Sophia  L.: Spanischer Verdächtiger wollte wohl Beweise verbrennen
Seit mehr als einer Woche wird die 28-jährige Sophia L. vermisst. Einem spanischen Medienbericht zufolge wurde jetzt ihre Leiche an einer Tankstelle gefunden. Polizei …
Vermisste Tramperin Sophia  L.: Spanischer Verdächtiger wollte wohl Beweise verbrennen
Wegen Pokemon Go muss der Krankenwagen kommen: Zwei Männer geraten in brutale Prügelei
Eine Schlacht in der Welt der Online-Videospiele hat sich in das real existierende Ludwigshafen verlagert.
Wegen Pokemon Go muss der Krankenwagen kommen: Zwei Männer geraten in brutale Prügelei

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.