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Christopher Coke.

Drogenboss bekennt sich schuldig

New York - Der berüchtigte jamaikanische Drogenboss Christopher Coke, dessen Verfolgung in seiner Heimat bis zu 70 Todesopfer gefordert haben soll, hat ein Schuldbekenntnis abgelegt.

Die New York Times berichtete am Donnerstag (Ortszeit), dass Coke (42) vor einem New Yorker Richter die Verantwortung für einen Teil der ihm angelasteten Taten übernommen hat. “Ich bekenne mich schuldig, weil ich es bin“, sagte er nach Angaben der Zeitung zu Richter Robert P. Patterson in New York.

Der 42-Jährige soll große Mengen Marihuana und Kokain aus der Karibik in die USA geschleust haben. Außerdem soll er etliche Gewalttaten angeordnet haben, darunter die Messerattacke auf einen Drogenhändler in New York. Dank seines Geständnisses nach dem Gespräch mit dem Richter droht ihm statt lebenslanger Haft nur eine Höchststrafe von 23 Jahren.

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Bei der Suche nach dem Drogenbaron im Juni vergangenen Jahres waren in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston bei Straßenkämpfen nach Medienberichten bis zu 70 Menschen getötet worden. Kurz nach der Festnahme war Coke, der sich von seinen Anhängern “Dudus“ nennen lässt, an die USA ausgeliefert worden.

Cokes Drogenring, Shower Posse oder auch Presidential Click genannt, setzte vor allem Frauen ein, die Drogenpäckchen schluckten oder auf andere Art in ihren Körpern versteckten. Nach Informationen der Zeitung legte der Jamaikaner erst das Geständnis ab, als ihn die Anklage in New York mit Zeugen konfrontierte, die gegen ihn auszusagen bereit waren. Einer wollte demnach unter Eid beschreiben, wie Coke einen Mann mit einer Kettensäge tötete.

dpa

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