Im Drogenrausch Nachbarn erstochen

Magdeburg - Ein 40-jähriger Mann hat vor dem Landgericht Magdeburg gestanden, im Drogenrausch seine 52 Jahre alte Nachbarin und deren 56-jährigen Bekannten erstochen zu haben.

Der 40-Jährige erklärte am Dienstag, er sei im vergangenen Oktober spätabends betrunken nach Hause gekommen und habe mit den beiden zunächst weiter gezecht. “Plötzlich bekam ich panische Angst, dass mich die beiden umbringen wollen“, sagte der 40-jährige Brite. Weil er keinen Ausweg sah, habe er beiden erstochen.

Gegen dem Mann wird im Rahmen eines Sicherungsverfahrens verhandelt. Dieses war statt eines Anklageverfahrens anberaumt worden, weil der Mann wegen seines psychischen Zustandes zum Tatzeitpunkt möglicherweise schuldunfähig war. Er ist derzeit in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

An dem fraglichen Abend habe er neben reichlich Alkohol auch andere Drogen zu sich genommen, sagte der Mann. Normalerweise laufe er bei Panikattacken immer weg, das sei jedoch in diesem Fall nicht möglich gewesen. Aus dem Fenster habe er wegen der Höhe der Wohnung nicht springen können. “Und im Hausflur vermutete ich Verbündete der beiden, die mich ebenfalls umbringen wollten.“ So habe er ein Küchenmesser gegriffen und erst den Mann und dann die Frau erstochen. Nach einer kurzen Flucht stellte er sich der Polizei.

dpa

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