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Duisburgs OB Adolf Sauerland.

Duisburger OB zeigt Einsicht

Duisburg - Knapp ein Jahr nach der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten räumt Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) Fehler im Umgang mit dem Unglück ein. Wie er sein Verhalten erklärt:

“Das hätte von mir kommen müssen. Die Übernahme moralischer Verantwortung, sich bei den Angehörigen der Opfer zu entschuldigen“, sagte Sauerland in einem Interview mit dem WDR, das am 13. Juli ausgestrahlt wird und über das auch das ZEITmagazin berichtet. “Im Nachgang weiß ich es, es tut mir auch unendlich leid, dass ich es nicht getan hab', sofort, sondern, dass so viel Zeit vergangen ist.“

Der Duisburger Oberbürgermeister hatte nach der Katastrophe keine öffentliche Entschuldigung ausgesprochen und war dafür harsch kritisiert worden. Ein Grund für sein Verhalten sei die Sorge gewesen, womöglich auch juristisch verantwortlich gemacht zu werden. “Und das hat dazu geführt, dass man sprachlos wurde“, sagte er in dem Interview.

Massenpanik bei der Loveparade

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Bei der juristischen Aufarbeitung des Unglücks ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung gegen 16 Beschuldigte, darunter auch zahlreiche Stadtmitarbeiter. Sauerland ist bislang nicht darunter. Ein Abschluss der Ermittlungen und eine Anklageerhebung sind kurzfristig nicht zu erwarten.

Der Oberbürgermeister führe Gespräche mit Hinterbliebenen der Loveparade-Opfer, sagte sein Sprecher. Was er dort sage und ob er sich dabei entschuldige, werde aber nicht nach außen getragen. In Duisburg sammeln Bürger Stimmen für ein Abwahlbegehren gegen Sauerland. Nach Angaben der Organisatoren haben schon über 10 000 Menschen unterschrieben.

dpa

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