Dutzende Tote bei neuen Gefechten in Sri Lanka

Colombo - Bei neuen Kämpfen im Norden Sri Lankas sind nach Militärangaben seit Beginn der Woche mindestens 43 Tamilen-Rebellen und ein Soldat getötet worden. Am Dienstag habe die Armee ein weiteres von Rebellen kontrolliertes Gebiet erobert, teilten die Streitkräfte mit.

In der Region Mannar im Nordwesten der Insel seien 16 Bunker zerstört und mindestens 22 Rebellen der Gruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) getötet worden. Allein bei Kämpfen in der Region Wanni und in Welioya habe es am Montag mindestens 15 Opfer unter den Rebellen gegeben. Der Soldat sei bei einem Gefecht in Muhamalai getötet worden.

Der LTTE-nahe Internetdienst Tamilnet berichtete, am Dienstag seien 17 Zivilisten bei einer von Militärs ausgelösten Landminenexplosion ums Leben gekommen. Unter den in einem Bus Getöteten seien auch elf Schulkinder. 17 Menschen hätten Verletzungen erlitten. Das Militär wies jegliche Verwicklung in den Vorfall in dem von Rebellen kontrollierten Gebiet zurück.

Die LTTE kämpft seit 1983 für einen eigenen Staat der tamilischen Minderheit. Die nationalistische Regierung lehnt eine Spaltung des Landes ab. Anfang Januar hatte die Regierung ein Waffenstillstandsabkommen mit der LTTE aufgekündigt. Der Konflikt kostete bislang mehr als 75 000 Menschen das Leben. Nach Militärangaben sind bei den Kämpfen allein in diesem Monat mehr als 800 Rebellen und 30 Soldaten getötet worden.

dpa

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