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Die umstrittene Dokumentation "Eaten Alive" stößt bei Tierschützern und Zuschauern auf viel Kritik. Protagonist Paul Rosolie wollte sich von einer Anakonda fressen lassen.

Tierschützer und Zuschauer verärgert

"Eaten Alive": Kritik nach Anakonda-Experiment

Washington - Mit einem sehr umstrittenen Schlangen-Beitrag hat der Discovery Channel in den USA Tierschützer auf die Barrikaden gebracht und Zuschauer verärgert.

Protagonist Paul Rosolie hatte angekündigt, sich in einem speziellen Schutzanzug von einer Anakonda verschlingen zu lassen - dann war allerdings nur für einige Minuten zu sehen, wie sich das Reptil um seinen Körper schlang und das offene Maul anlegte. Rosolie brach das Experiment wegen zu großer Schmerzen im Arm ab. Seinem Team zufolge hatte er eine Herzfrequenz von rund 180.

Schon vor der Ausstrahlung hatte der Beitrag für Furore gesorgt. Allein der Trailer wurde 18 Millionen mal angeklickt. Fast 38 000 Unterzeichner einer Online-Petition wollten die Ausstrahlung stoppen. Experten bezeichneten den Versuch im Voraus als Tierquälerei und zweifelten an dessen Echtheit. Der Schlange wurde den Machern zufolge bei den Dreharbeiten im Amazonasgebiet kein Leid zugefügt, sie kam nach der Begegnung mit Rosolie frei.

Sehen Sie hier den Trailer zum umstrittenen Beitrag des Discovery Channels:

Enttäuschte Zuschauer beschwerten sich nach der zweistündigen Sendung auf Twitter. Der Kanal habe bei seiner großspurigen Ankündigung gelogen, meinten einige. Rosolie sei von der Anakonda vielleicht kurz gedrückt, aber keineswegs gefressen worden und habe das Tier dennoch gequält. Rosolie will eigenen Aussagen zufolge die Rodung des Regenwaldes bekämpfen und mit der Sendung mehr Aufmerksamkeit auf das Thema und den bedrohten Lebensraum der Anakonda lenken.

dpa

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