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Ein Poster warnt in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone, vor den Gefahren von Ebola. Foto: Tanya Bindra

Ebola-Länder erhalten 3,4 Milliarden Dollar an Hilfen

Liberia hat Angst vor einem neuem Ebola-Ausbruch. Das Land hat einen Rückschlag im Kampf gegen die Seuche hinnehmen müssen. Umso wichtiger ist weitere internationale Hilfe für Westafrika.

Eine Geberkonferenz der Vereinten Nationen hat Hilfen von 3,4 Milliarden Dollar (gut drei Milliarden Euro) für die am stärksten von Ebola betroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone bewilligt.

Insgesamt habe die internationale Gemeinschaft jetzt Hilfszusagen von mehr als fünf Milliarden Dollar gemacht. Damit sollen die drei westafrikanischen Länder bei der Bekämpfung der Auswirkungen der Epidemie unterstützt werden, teilte die Leiterin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), Helen Clark, in New York mit.

Deutschland beteiligt sich mit 196 Millionen Euro am Aufbau eines Gesundheitssystems in den von Ebola betroffenen Ländern Westafrikas. Das ist fast die gleiche Summe, die Deutschland nach Angaben der Bundesregierung bereits im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt hatte. Zusätzlich ist die Bundesrepublik an den 450 Millionen Euro beteiligt, die von der EU-Kommission überwiesen werden, wie die Delegationen am Freitag auf der Geberkonferenz in New York mitteilten.

Das westafrikanische Liberia hat einen Rückschlag im Kampf gegen Ebola hinnehmen müssen. Zwei weitere Menschen sind erkrankt. Sie hatten offenbar Kontakt mit einem 17-Jährigen, der Ende Juni an der Seuche starb. Damit sei die Zahl der neuen Fälle nun inklusive des Opfers auf fünf gestiegen, hieß es von den Gesundheitsbehörden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Liberia erst Anfang Mai für Ebola-frei erklärt. Das kann erst geschehen, nachdem 42 Tage keine neuen Fälle in einem Land auftauchen.

Nach jüngsten Zahlen der WHO sind in Sierra Leone, Guinea und Liberia seit Ausbruch der Seuche im vergangenen Jahr etwa 27 600 Menschen erkrankt und mehr als 11 200 gestorben.

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