Tödliche Darm-Erkrankung breitet sich weiter aus

Frankfurt/Main - Auch in Hessen könnte sich mehr als ein Dutzend Menschen mit dem lebensgefährlichen Darmkeim EHEC infiziert haben. Auch in Mecklenburg-Vorpommern breitet sich das Bakterium aus.

Es gebe in Frankfurt und Darmstadt je acht bestätigte Verdachtsfälle, sagte am Sonntag eine Sprecherin des hessischen Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Das Durchfall-Bakterium ruft außergewöhnlich schwere Krankheitsfälle mit Nierenleiden hervor. Die 16 Menschen werden in Krankenhäusern behandelt. Der Erreger sei aber nicht hochansteckend, betonte die Sprecherin. "Die Ursache ist noch unklar. Aber es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung."

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es jetzt vier Verdachtsfälle auf Infektionen mit dem lebensgefährlichen Darm-Bakterium EHEC. Das teilte die Sprecherin des Landesamt für Gesundheit und Soziales, Anja Neutzling, am Sonntagabend in Rostock mit. Drei der vier Patienten würden in der Uniklinik Rostock behandelt. Auch in anderen Bundesländern gibt es Dutzende Verdachtsfälle. Das Durchfall-Bakterium breitet sich schnell aus und ruft außergewöhnlich schwere Krankheitsfälle mit Nierenleiden hervor.

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Die EHEC-Keime (Enterohämorrhagische Escherichia coli) hatten sich vor allem im Norden Deutschlands ausgebreitet. In Niedersachsen und Bremen sind inzwischen fast 25 Verdachtsfälle gemeldet, in Schleswig-Holstein und Hamburg jeweils rund 20. Nach Angaben des Robert Koch-Institut (RKI/Berlin) könnte der Erreger von rohem Gemüse übertragen worden sein und nicht wie oftmals von rohem Fleisch oder Rohmilch. Die Symptome der Patienten seien ungewöhnlich schwer.

dpa

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